Natur-Kultur-Interferenzen
Mittelalter - Frühe Neuzeit - Moderne, Frankfurter Beiträge zur Germanistik 60
Franziska Wenzel/Anna Chalupa-Albrecht
Universitätsverlag Winter GmbH Heidelb
€52.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Jede kulturelle Entwicklung hat ihren Ausgangspunkt in der Natur, bewältigt und überformt diese. Jeder Eingriff in die Natur wirkt über kurz oder lang auf den kulturellen Raum zurück. Der Mensch ist keine dritte Instanz; er agiert aus der Natur heraus als einem nie vollständig kontrollierbaren Ganzen. Dennoch hat er sich als animal symbolium die Natur zum Zwecke des Überlebens unterworfen, so dass Natur und Kultur zusammenrücken, künstliche Umwelten naturalisiert erscheinen. Auch wenn der Unterwerfungsmodus eine lange Tradition hat, die bis in die Antike zurückreicht, kannte das Mittelalter Mensch, Natur und Kultur als Zeugnisse göttlicher Allmacht. Die Natur wurde als mitschöpfende Instanz verstanden. Christliche, naturmagische und mythologische Vorstellungen standen nebeneinander, bis das metaphysische Naturverständnis hinter eine wissenschaftliche Neuperspektivierung zurücktrat. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge des Sammelbandes, die sich an rezenten Ansätzen der Tier- und Umweltforschung orientieren, zielen auf die Interferenzen zwischen Gott, Natur, Mensch, Tier, Pflanze und Kultur, um brisante Wechselwirkungen synchron, aber auch diachron aufzuzeigen.
Weitere Details
Erschienen: 29.08.2025
Umfang: VI, 292 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.4 x 25.2 x 17 cm
ISBN/EAN: 9783825396565
Umbreit-Nr.: 5863449
