Interregnum
Die deutsche Literatur zwischen 1945 und 1949, Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge] 431
Universitätsverlag Winter GmbH Heidelb
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Zusatztext
Wir leben zwischen zwei Welten, schrieb Hans Werner Richter 1947 mit Blick auf seine Gegenwart. Die deutsche Gesellschaft und mit ihr die Literatur befänden sich in einem Interregnum, einer Zeit des Nicht-Mehr und des Noch-Nicht. Diese Zeit zwischen dem Ende des Nationalsozialismus und der Gründung der beiden deutschen Staaten ist geprägt durch eine Atmosphäre des Fluiden, die zugleich die Notwendigkeit multipler Übergänge deutlich werden lässt. Die vorliegende Arbeit spürt diesem Denken und Schreiben im Dazwischen nach und zeigt an Romanen und Erzählungen auf, inwieweit das Interregnum nicht nur beobachtet, reflektiert und kommentiert wird, sondern auch wie sich dieser Zustand des Dazwischen in literarischen Formen und Figuren sedimentiert. Dabei erweitert sie den literaturhistorischen Fokus um Autor:innen jenseits des Kanons und demonstriert die Bedeutung der unmittelbaren Nachkriegszeit als Epoche einer Neuformierung des Verhältnisses zwischen Literatur und Politik.
Weitere Details
Erschienen: 26.06.2024
Umfang: 604 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 4.2 x 21.7 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783825395780
Umbreit-Nr.: 3070469
