Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

Eigentlichst, nachbarlichst, der Deinigste

Cover von Eigentlichst, nachbarlichst, der Deinigste

Goethes absoluteste Freiheit des Superlativs, Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge] 385

Mayer, Mathias

Universitätsverlag Winter GmbH Heidelb

24.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Der Superlativ wird fast durchweg verurteilt, als marktschreierisch, als gewalttätig, als ungenau. Die Liste seiner Gegner ist lang, aber ausgerechnet Goethe scheint ihn geliebt zu haben. Auf fast jeder Seite begegnet man dieser Form, aber dass sie einen Schlüssel zu seinem Verständnis von Natur, Religion und Dichtung bietet, ist in den großen Invektiven gegen den Superlativ übersehen worden. Goethe nutzt ihn mit Leidenschaft und Sprachphantasie, er unterschreibt als "der Deinigste", scheut aber auch nicht vor dem "Letztesten" oder "Greulichsten" zurück. Goethe nimmt "die absoluteste Freiheit" in Anspruch und gewinnt ihr "Herrlichstes" wie "Geheimstes" ab. Superlative einer "allerlieblichsten Gestalt" erweisen sich als eine Art Spiraltendenz der Sprache, als ein verschwenderisches Lebensprinzip, um "die einfachsten Anfänge der Erscheinungen durch Steigerung ins Unendliche und Unähnlichste zu vermannichfaltigen".

Weitere Details

Erschienen: 12.07.2018

Umfang: 106 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 1.4 x 21.5 x 14 cm

ISBN/EAN: 9783825368975

Umbreit-Nr.: 5210306

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.