Zweifel an der Liebe
Zu Form und Funktion selbstreferentiellen Erzählens im höfischen Roman, Frankfurter Beiträge zur Germanistik 57
Universitätsverlag Winter GmbH Heidelb
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Zusatztext
Vielen narratologischen Darstellungen gilt literarische Selbstreferentialität als ein wesentliches Kennzeichen neuzeitlicher Dichtung. Im Bereich der Epik wird dann nicht selten behauptet, der ,Don Quijote' sei der allererste Roman, der sich selbst zum Referenzobjekt mache und in diesem Zuge ,histoire' und ,discours' gleichberechtigt nebeneinandertreten lasse. Aufgrund dieses epistemischen Vorbehalts wird jedoch oft übersehen, dass Selbstreferentialität eine grundlegende Möglichkeit jedweden Dichtens darstellt, von der seit Homers ,Odyssee' in verschiedentlicher Weise und in wechselnder Intensität Gebrauch gemacht wurde. Anhand der Analyse exemplarischer mittelhochdeutscher und altfranzösischer Texte erbringt der vorliegende Band den Nachweis, dass auch die höfische Literatur des Mittelalters spezifische Formen selbstreferentiellen Erzählens auszubilden vermochte, und hinterfragt zugleich, warum derartige Phänomene zumeist dort zu beobachten sind, wo von der Liebe gehandelt wird.
Weitere Details
Erschienen: 02.03.2018
Umfang: 401 S., 4 Fotos
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.8 x 25 x 17.5 cm
ISBN/EAN: 9783825367930
Umbreit-Nr.: 2854052
