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Polarisierungen der Antike

Cover von Polarisierungen der Antike

Antike und Abendland im Widerstreit - Modellierungen eines Kulturkonflikts im Zeitalter der Aufklärung, Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beihefte 85

Meuer, Marlene

Universitätsverlag Winter GmbH Heidelb

74.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Die Antike ist zur Aufklärungszeit das bevorzugte Medium der zeitgenössischen Selbstauslegung und damit eine Fiktion mit Interessencharakter: Sie wird zur Meistererzählung im Prozess der kulturellen und politischen Selbsterfindung Europas. Die Studie fächert systematisch die Beziehungsmöglichkeiten von Antike und Christentum auf und rückt eine davon ins Zentrum: polarisierende Überordnungen der Antike in historischen Vergleichsmodellen. Anhand von eingehenden Textanalysen zeigt sie, dass dieses kulturelle Konfliktmuster die aufklärerischen Diskurse weitgehend durchdringt - Geschichtsdenken, Anthropologie, Kosmologie, Theologie, Poetologie, Gesellschafts-, Rechts- und Staatsphilosophie. Die kulturelle Konfliktinszenierung und die polarisierende Indienstnahme der Antike ist für zentrale Vertreter der Aufklärung insofern auf genuine Weise charakteristisch, als sie mit dem aufklärerischen Leitbegriff der ,Kritik' korrespondiert: Kritik beruht auf polaren Beziehungsformen.

Weitere Details

Erschienen: 12.10.2017

Umfang: 663 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 4.3 x 24 x 16.3 cm

ISBN/EAN: 9783825362409

Umbreit-Nr.: 2854045

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