Wiederkehr und Antithese
Zyklische Komposition in der Lyrik Ingeborg Bachmanns, Probleme der Dichtung 44, Studien zur deutschen Literaturgeschichte
Universitätsverlag Winter GmbH Heidelb
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Zusatztext
Bereits seit den siebziger Jahren betont die Forschung Ingeborg Bachmanns besondere Vorliebe für zyklische Komposition. Bezogen auf die Lyrik, fragt die vorliegende Arbeit erstmals eingehend nach den Gründen für diese Affinität, indem sie detaillierte Textlektüren, zyklustheoretische Gesichtspunkte, textgenetische Aspekte und den Blick auf Bachmanns Strategien der Leserlenkung zueinander in Beziehung setzt. Dabei meint der zugrunde gelegte Zyklusbegriff weniger ein Formprinzip, als vielmehr ein kombinatorisches Verfahren, das Einzeltexte in ein diskursives Verhältnis setzt. Bachmanns Gedichtzyklen sind Spannungsgefüge aus Kontrasten und widerstreitenden Impulsen, die jenseits von Harmonisierungszwängen einen Sprachprozess permanenter Neu- und Umakzentuierung inszenieren. Damit wird der Zyklus für Bachmann zum Modus der (poetologischen) Selbstverständigung und zum prädestinierten Diskussionsort ethisch-ästhetischer Konfliktfragen vor dem zeithistorischen Hintergrund nach 1945.
Weitere Details
Erschienen: 25.07.2011
Umfang: II, 261 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2 x 24 x 16.1 cm
ISBN/EAN: 9783825358976
Umbreit-Nr.: 1131258
