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Lebenskunst nach Leopardi

Cover von Lebenskunst nach Leopardi

Anti-pessimistische Strategien im Werk Giacomo Leopardis, Ginestra. Periodikum der Deutschen Leopardi-Gesellschaft 29/30

Milan Herold/Barbara Kuhn

Narr im Narr Francke Attempto Verlag

62.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Leopardis Dichtung und Philosophie werden gemeinhin als ausschließlich oder zumindest überwiegend pessimistisch beschrieben, obgleich der Autor selbst sich wiederholt gegen eine solche vereindeutigende und reduktive Lektüre aussprach. Tatsächlich lassen sich immer wieder in seinem Werk anti-pessimistische Strategien entdecken, etwa, wenn Leopardi über die Wirkung eines 'pezzo di vera, contemporanea poesia' schreibt: 'essa aggiunge un filo alla tela brevissima della nostra vita' (Zibaldone 4450). Natürlich sind die Verhältnisse, wie nicht zuletzt die sogenannte 'teoria del piacere' signalisiert, bei Leopardi jederzeit dialektisch. Selbst dort, wo, wie in A se stesso, das Leben nur mehr 'Amaro e noia' zu sein scheint und in einen Satz wie 'e fango è il mondo' mündet, erschöpft sich das Gedicht nicht in einem redundanten Pessimismus, bleibt es vielmehr als weiterklingender Sprachklang und eindrückliche Bildlichkeit bis in die Gegenwart präsent. In unterschiedlichsten Beiträgen und ebensovielen Facetten arbeitet der Band folglich gegen jenes <Stereotyp des Pessimismus> (Antonio Prete) an, das noch immer die Rezeption des ungleich vielfältigeren Werks dominiert.

Autorenportrait

Prof. Dr. Barbara Kuhn lehrt Romanistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Dr. Milan Herold lehrt Romanistik an der Universität Bonn.

Weitere Details

Erschienen: 14.12.2020

Umfang: 284 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783823384168

Umbreit-Nr.: 9610167

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