Trans jetzt mit mehr Trigger, mehr Bürokratie und weniger Relevanz (aber hübsch verpackt!)
Zusatztext
Jessica Krämers Buch Trans. Jetzt mit mehr Trigger, mehr Bürokratie und weniger Relevanz ist ein radikaler, satirisch zugespitzter Ratgeber, der sich mit den alltäglichen Erfahrungen, systemischen Hürden und psychischen Belastungen trans Menschen im deutschsprachigen Raum auseinandersetzt. Ohne Rücksicht auf versöhnliche Narrative, ohne Triggerwarnungen und ohne Rückzugsorte beschreibt die Autorin in direkter Sprache eine Realität, in der das eigene Geschlecht ständig verhandelt, hinterfragt und bewertet wird. Dabei geht es nicht um Selbsthilfe im klassischen Sinne, sondern um die schonungslose Sichtbarmachung gesellschaftlicher Gewalt, die oft subtil, institutionell abgesichert oder sogar gut gemeint daherkommt. Der Text verknüpft persönliche Perspektiven mit analytischer Schärfe und spricht über Themen wie Bürokratie bei der Vornamens- und Personenstandsänderung, die medizinische Begutachtungspraxis, die politische Vereinnahmung queerer Identität, Mikroaggressionen im Alltag, den Druck zur permanenten Erklärungsbereitschaft sowie umkämpfte Räume innerhalb der eigenen Community. Trans Personen werden hier nicht als Heldinnen oder Aufklärungsfiguren dargestellt, sondern als Menschen in einem andauernden Spannungsfeld zwischen Anpassung, Sichtbarkeit und innerer Erschöpfung. Die Autorin entwirft dabei keine Anleitung zum Glück, sondern ein präzises Bild vom Funktionieren im Ausnahmezustand. Trans richtet sich an alle, die sich für geschlechtliche Selbstbestimmung, strukturelle Machtverhältnisse und die konkreten Lebensrealitäten von trans Menschen interessieren, und konfrontiert Leserinnen mit der Frage, was es heißt, zu existieren, wenn das eigene Sein gleichzeitig Thema, Projektionsfläche und Streitpunkt ist.
Weitere Details
Erschienen: 01.06.2025
Umfang: 112 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 19 x 12.5 cm
Lesealter: Lesealter: 18-99 J.
ISBN/EAN: 9783819722851
Umbreit-Nr.: 6915079
