Nachlass zu Lebzeiten
Das Gesamtwerk als künstlerisches Projekt, Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek 102
€24.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Bestellung ist vorgemerkt
Zusatztext
Oft gilt die Moderne als Epoche, in der nicht mehr das einzigartige meisterhafte Kunstwerk im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, sondern die Selbstproduktion der Künstler: von körperbasierten Performances bis hin zur zunehmenden Bedeutung künstlerischer Selbstinszenierung. Im Schatten dieser Auflösung des Werkbegriffs hat indes ein anderes Phänomen seinen Aufstieg erlebt: das uvre als imaginierte und vorweggenommene Summe aller Werke. Inzwischen kreist ein wesentlicher Teil des zeitgenössischen Kunstmarkts um die Vorstellung eines Lebenswerks: Retrospektiven sind Publikumsmagneten, der Nachlasshandel ist zum lukrativen Geschäft für Galerien geworden, und die Künstler selbst produzieren mit Blick aufs - oft erst posthum zu erfassende - Ganze. In ihrem glänzenden Essay erzählt Barbara Wittmann, wie es zu dieser Karriere des Gesamtwerks kam: von einem gezeichneten Gemäldeverzeichnis im 17. Jahrhundert über erste Personalmuseen und die Entstehung des Urheberrechts hin zur Frühgeschichte der Retrospektive bei William Blake, Gustave Courbet und anderen.
Autorenportrait
Barbara Wittmann, 1971 in Wien geboren, ist seit 2018 Professorin für Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft und Kunsttheorie an der Universität der Künste in Berlin. Sie habilitierte sich 2014 an der Bauhaus-Universität Weimar mit einer Arbeit zur Kultur- und Wissensgeschichte der Kinderzeichnung. 2013 erhielt sie den Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung.
Weitere Details
Erschienen: 17.09.2026
Umfang: 192 S.
Sprache: Deutsch
Einband: EBR
ISBN/EAN: 9783803152022
Umbreit-Nr.: 1247467
