Haftungsfragen der e-Person
Schriftenreihe des Intstituts für Informationsrecht der Hochschule Darmstadt 11
Fachmedien Recht und Wirtschaft
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Zusatztext
Die fortschreitende Integration künstlicher Intelligenz in zentrale wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse stellt das klassische Haftungssystem vor eine fundamentale Zerreißprobe. Wo KI-Systeme zunehmend autonom Verträge schließen oder eigenständig Schäden verursachen, stoßen tradierte juristische Zurechnungsmodelle an ihre systemischen Grenzen. Das vorliegende Werk bietet eine Analyse der entstandenen Rechtslücken im Vertrags- und Haftungsrecht, die durch die spezifischen Eigenschaften moderner KI, insbesondere deren Opazität und technologische Autonomie, verschärft werden. Über die Bestandsaufnahme hinaus widmet sich die Abhandlung einer tiefgreifenden Diskussion zukunftsweisender Lösungsmodelle de lege ferenda. Einen Schwerpunkt bildet dabei die viel diskutierte Einführung einer eigenen Rechtspersönlichkeit für KI-Systeme, der sogenannten e-Person. Dabei analysiert der Autor sowohl die rechtshistorische Herleitung als auch die praktische Umsetzbarkeit sowie die dogmatische Einpassung in das bestehende Rechtssystem. Zudem werden alternative Modelle wie die Gefährdungshaftung für KI, die Vergemeinschaftung von Risiken durch Pflichtversicherungen oder die Schaffung einer spezialisierten e-GmbH kritisch gewürdigt.
Autorenportrait
Moritz Leder, LL.M., widmet sich seit mehreren Jahren intensiv den rechtlichen und technischen Herausforderungen der künstlichen Intelligenz. Sein Studium der Rechtswissenschaften an der Hochschule Darmstadt sowie bisherige Ausarbeitungen und praktische Erfahrungen belegen seine ausgewiesene Expertise in diesem Bereich.
Weitere Details
Erschienen: 16.04.2026
Umfang: X, 100 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 21.2 x 15 cm
ISBN/EAN: 9783800520763
Umbreit-Nr.: 952675
