Im Schatten der Gemütlichkeit
Österreich in den 1950er- und 1960er-Jahren
Zwischen Muff und Moderne
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Zusatztext
Der Mann ist Familienoberhaupt, er entscheidet, ob seine Frau arbeiten darf. Ein Wirt, der einem unverheirateten Paar ein Zimmer vermietet, riskiert eine Anzeige. Man diskutiert Verkaufsbeschränkungen für 'Micky Maus'-Comics, und in Teilen des Landes sind Twist-Tanzen und das Tragen von Bikinis verboten. Herbert Lackner porträtiert die ersten 25 Jahre der Zweiten Republik: den langsamen Wirtschaftsaufschwung bei gleichzeitiger gesellschaftlicher Stagnation, die Prüderie, aber auch das Fernweh (Freddy Quinn und der Toast Hawaii), die Heimatfilme und die ländliche Wirklichkeit, die ersten Gastarbeiter, die Avantgarde und ihre Verbürgerlichung. Österreich im ersten Vierteljahrhundert nach dem Krieg - ein Land, das nur mühsam seinen Weg in die Moderne fand. AUS DEM INHALT: Die Aufarbeitung NSProzesse und Opfermythos Besatzungstrauma Übergriffe in der Sowjetzone Der Mief kehrt zurück Zensur und Sittenwächter Poldls Glück und Ende FiglMythos HeimatSchmalz und KaiserSchmarren ' Sissi'Kult Pizza, Vespa und Cassata ItalienSehnsucht Es geht aufwärts Konsumboom u.v.m.
Autorenportrait
Dr. Herbert Lackner, geboren in Wien, studierte Politikwissenschaft und Publizistik, war stellvertretender Chefredakteur der Arbeiter Zeitung und danach 23 Jahre lang Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Profil . Er ist Autor zahlreicher zeithistorischer Beiträge, unter anderem im Profil und Die Zeit.
Weitere Details
Erschienen: 25.09.2026
Umfang: 200 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783800081202
Umbreit-Nr.: 1016758
