Tenere et habere
Leihen als soziale Praxis im frühen und hohen Mittelalter, Besitz und Beziehungen. Studien zur Verfassungsgeschichte des Mittelalt
Jürgen Dendorfer/Steffen Patzold
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Zusatztext
Seit mehr als zehn Jahren diskutiert die deutschsprachige Forschung über das Lehnswesen. Zahlreiche Beiträge haben mittlerweile gezeigt, dass es weder im frühen noch im hohen Mittelalter jenes allumfassende Ordnungsmodell war, das politische, soziale und wirtschaftliche Verhältnisse strukturierte. In dieser Forschungslandschaft, die verständlicherweise von einer Dekonstruktion der bisherigen Annahmen geprägt war, versucht der Band einen neuen Akzent zu setzen. Er erprobt, indem er von Leihe und Leiheformen spricht, ein begriffliches und analytisches Instrumentarium, das engführende feudo-vasallitische Deutungen zu vermeiden helfen soll. Die Autorinnen und Autoren des Bandes, der aus der Arbeit mehrjähriger Treffen in Freiburg und Tübingen hervorgegangen ist, untersuchen dazu ein breites Panorama von Quellen von der Karolingerzeit bis ins 13. Jahrhundert.
Autorenportrait
Jürgen Dendorfer, Studium der Geschichte und Germanistik an den Universitäten Regensburg, Wien und München, seit 2011 Professur für Mittelalterliche Geschichte I und Direktor der Abteilung Landesgeschichte an der Albert Ludwigs Universität Freiburg i. Br. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Politische Geschichte des frühen und hohen Mittelalters, politisch-soziale Bindungsformen (vor allem das 'Lehnswesen'), die Landesgeschichte Bayerns und des deutschsprachigen Südwestens und Papsttum, Kurie, Kardinalat und Kirchenreform im späten Mittelalter.
Weitere Details
Erschienen: 09.01.2023
Umfang: 484 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.8 x 24.7 x 17.8 cm
ISBN/EAN: 9783799550406
Umbreit-Nr.: 7574531
