Sebastian Castellio zwischen Mittelalter, Reformation und Humanismus
Eine Darstellung seiner Toleranzideen im Dialog mit Figuren des Basler Münsters, Schriften der Internationalen Castellio Gesellschaft 7 7
Ein Vordenker der Toleranz in neuer Sicht
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Zusatztext
Wie entwickelte Sebastian Castellio seine zukunftsträchtigen Toleranzideen - zu einer Zeit, als Muslime und Juden verteufelt und dissidente Christen als 'Ketzer' vertrieben und hingerichtet wurden? Dieser Frage geht Christine Christ-von Wedel mit einem ungewöhnlichen Zugang nach: Mit Blick auf die Skulpturenkunst des Basler Münsters beleuchtet sie die mittelalterliche Tradition, in der der begabte Bauernsohn Castellio aufwuchs. Eingängig erörtert die Autorin die philosophisch-theologischen Hintergründe von Castellios toleranter Lebenshaltung, die er anders als Luther und Calvin auch durchhielt, nachdem ihm und seinem Umfeld sein Ruf zu Gewissens- und Religionsfreiheit und zu einem menschlichen Umgang nichts nützte. Sogar, als sie ihn persönlich in Gefahr brachte, selbst als 'Ketzer' zu enden, blieb er bei seiner Haltung.
Autorenportrait
Christine Christ-von Wedel studierte von 1968 bis 1971 Geschichte, Philosophie und Kirchengeschichte an der Philosophischen und der Theologischen Fakultät der Universität Basel sowie Gesang an der Musikakademie Basel. 1979 wurde sie mit einer Dissertation über Erasmus von Rotterdam promoviert. Ihren Forschungsschwerpunkt bilden Humanismus und Reformation; 2015 erhielt sie den Wissenschaftspreis der Stadt Basel.
Weitere Details
Erschienen: 12.10.2026
Umfang: 300 S., 28 farbige Illustr., 28 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783796555879
Umbreit-Nr.: 1273997
