Paul Hindemiths Kompositionsprozess 'Die Harmonie der Welt': Ambivalenz als Rhetorik der Ernüchterung
Band 14., Frankfurter Studien 14, Veröffentlichungen des Hindemith-Institutes Frankfurt/Main
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Zusatztext
Die Harmonie der Welt - unter diesem Titel variierte Paul Hindemith ab 1939 verschiedene kompositorische Formationen: vorwiegend eine 1957 uraufgeführte Oper, deren Protagonist dem Astronomen, Theologen und Mathematiker Johannes Kepler (1571-1630) nachempfunden ist, außerdem eine gleichnamige Symphonie und eine musikalisch verwandte Motette. Die Studie arbeitet die Quellen aus mehreren Jahrzehnten erstmals vollständig auf und rekonstruiert so allein elf unterschiedliche Versionen der Oper mit zahlreichen Varianten. Die Harmonie der Welt wird dabei nicht als Werk(e), sondern als ein einziger, höchst variabler und offener Kompositionsprozess aufgefasst, der sowohl autorbezogene als auch kulturkontextuelle Verortungen der verschiedenen, schriftlich festgehaltenen Prozesszustände ermöglicht.
Weitere Details
Erschienen: 10.06.2016
Umfang: 480 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783795708870
Umbreit-Nr.: 9530533
