Europäische Regelsysteme des Klassischen
Zur Funktion der Klassik-Referenz in Literatur, Archäologie, Architektur und Kunst im 17. und 18. Jahrhundert, Regensburger Klassikstudien 5
Heribert Tommek/Christian Kunze/Dirk Steuernagel
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Zusatztext
Nach der Renaissance treten neue klassische Zeitalter in Europa auf: in Frankreich das Âge classique im 17. Jahrhundert, in England das Augustan Age im frühen 18. Jahrhundert und in Deutschland die Weimarer Klassik um 1800. Die Beiträge des Sammelbandes werfen einen neuen Blick auf diese Stil-Formationen unter dem Begriff der Regelsysteme des Klassischen. Dadurch wird der Substanz-Begriff der Klassik radikal historisiert und in einen Funktionsbegriff überführt. Die Normativität der Klassik wird auf ein historisch situiertes Austauschsystem symbolischer Werte zurückgeführt, die Wahlverwandtschaften wie auch Konkurrenzverhältnisse um kulturelle Herrschaft in Europa zum Ausdruck bringen. So geben die Bezugnahmen auf die Vorbilder der griechischen und römischen Antike Rückschlüsse auf den jeweiligen Möglichkeitsraum nationaler Kulturregeln im europäischen Austausch.
Autorenportrait
Heribert Tommek studierte Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Berlin. Seit 2008 ist er Akademischer Rat bzw. Privatdozent an der Universität Regensburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Literatur um 1800 und die Gegenwartsliteratur.
Weitere Details
Erschienen: 20.08.2020
Umfang: 144 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783795435233
Umbreit-Nr.: 9763168
