Mythen und kein Ende
Zum Umgang mit Mythen in der lateinischen Literatur der Spätantike, Standorte in Antike und Christentum 13
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Zusatztext
Mythen sind auch in der zunehmend christlich geprägten Spätantike omnipräsent, begegnen sie doch in der Lebenswirklichkeit in unterschiedlichen Medien, vor allem aber - als unverzichtbarer Bestandteil der griechisch-römischen Bildungstradition - in der Literatur. In polemischer Abgrenzung wird der christliche Wahrheitsanspruch für die eigenen biblischen Gestalten und Erzählungen gegenüber den paganen Lügen erhoben. Darüber hinaus werden traditionelle Mythen wie der vom Goldenen Zeitalter oder der Sirenenmythos christlich umgedeutet. Christliche Autoren reduzieren die vielen Götter der Heiden durch ein euhemeristisch-rationalistisches Erklärungsmodell auf bloße Menschen. Als kulturelles Gemeingut können Mythen hingegen unproblematisch etwa zu panegyrischen Zwecken eingesetzt werden. In exemplarischen Einzelinterpretationen von Texten der lateinischen Literatur der Spätantike entfaltet die Studie das Spektrum eines ablehnend-kritischen, aber auch kreativ-innovativen Umgangs mit Mythen.
Autorenportrait
Christine Schmitz ist Klassische Philologin mit dem Schwerpunkt Latinistik an der Universität Münster. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung bildet die Frage, wie griechisch-römische Mythen in diversen Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur konfiguriert und transformiert werden.
Weitere Details
Erschienen: 03.07.2025
Umfang: 257 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1.8 x 21.1 x 14.6 cm
ISBN/EAN: 9783777223124
Umbreit-Nr.: 9761164
