Das abjekte Bild
Erschütterungstechniken zwischen den Medien und Künsten der Frühen Neuzeit, Dt/engl, Poesis 13
Anita Traninger/Sergius Kodera
€64.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Bestellung ist vorgemerkt
Zusatztext
Die Mnemotechnik setzte seit der Antike das abjekte Bild zentral, das die zu erinnernden Sachverhalte durch affektische Erschütterung einzuprägen helfen soll. Damit wurde ein Spannungsverhältnis zwischen dem zu Merkenden (memorandum) und dem Merkbild (imago) eingeführt, das komplexe Transpositions-, Allusions- und (Re-)codierungsverfahren impliziert. Als in der Rhetorik grundgelegtes Muster greift die Poetik und Ästhetik des abjekten Bildes weit über diesen Entstehungszusammenhang hinaus und wird in der Frühen Neuzeit zwischen den Künsten wirksam. Die Beiträge des Bandes loten die Reichweite und die Resonanzen abjekter Bildlichkeit in Literatur, Kunst und Kultur der Frühen Neuzeit aus.
Autorenportrait
Anita Traninger ist Professorin für Romanische Philologie an der Freien Universität Berlin. Sie forscht zu Geschichte und Theorie der Rhetorik sowie zur Literatur der Frühen Neuzeit in globaler Perspektive, v.a. mit Blick auf die Praxeologie des Lesens. Sergius Kodera ist Privatdozent für Philosophie an der Universität Wien. Er forscht zur Philosophie der Frühen Neuzeit in ihren Verbindungen zu Rhetorik, Theater, Magie und Stadt- und Raumgeschichte.
Weitere Details
Erschienen: 03.07.2026
Umfang: VI, 323 S., 33 s/w Illustr., 26 farbige Illustr.,
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783770569519
Umbreit-Nr.: 8348019
