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Die tote Frau als Ikone

Cover von Die tote Frau als Ikone

Zur Verbindung von Tod, Weiblichkeit und (Heiligen-)Bild bei Fedor Dostoevskij, Vasilij Perov, Ivan Turgenev und Evgenij Bauer

Peschanskyi, Valentin

Brill Fink, Wilhelm

99.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Die zum Reflexionsbild erstarrte Frauenleiche ist ein zentrales Motiv der europäischen Kunst, das sein russisches Kulturspezifikum durch die Verbindung mit der orthodoxen Ikone erhält. Die Studie untersucht die Transformationen lebendiger Frauenfiguren zu toten Bildkörpern und geht deren Funktions- und Bedeutungsvielfalt nach. Die hier betrachteten (Bewegt-)Bilder und Texte stellen den weiblichen Leichnam als (Heiligen-)Bild in vielschichtige ästhetisch produktive Spannungsfelder: zwischen Kult und Kunst, Dies- und Jenseits, Form und Zerfall, Ethik und Ästhetik. Insofern sie dabei auch das Verhältnis von Russland und (West-)Europa sowie zwischen Tradition und sich anbahnender Moderne verhandeln, problematisieren die Werke virulente Fragen der Zeit, Umbrüche und Krisen sowohl ästhetisch-poetologischer als auch religiöser, philosophischer, medialer, ethischer und sozialer Natur.

Autorenportrait

Valentin Peschanskyi studierte in Tübingen Slavistik, Komparatistik, Germanistik und Philosophie, wo er in slawistischer Literatur- und Kulturwissenschaft promovierte und den Promotionspreis der Fakultät erhielt. Derzeit forscht er am Institut für Slavistik in Münster mit einem Fokus auf der polnischen, russischen und ukrainischen Kultur.

Weitere Details

Erschienen: 09.08.2024

Umfang: XXIV, 421 S., 5 s/w Illustr., 33 farbige Illustr.,

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783770568161

Umbreit-Nr.: 9070209

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