Flauberts Salammbô
Der Tod der schönen Antike
Alexander Arweiler/Karin Westerwelle
€114.00
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Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
1862 erscheint Gustave Flauberts Roman Salammbô . Ort und Handlung sind in ferner Vergangenheit angesiedelt. Karthago ist ein blinder Fleck auf der Landkarte der historischen Überlieferung. Gerade deswegen wählt Flaubert diese Stadt. Nordafrikanische Landschaften, Stadtansichten der Seerepublik Karthago, pompöser Reichtum und kulturelle Artifizialität in Speisen, Sitten und Kleidung, monumentale Schlachten, grausame Bilder des Krieges und der ausschweifenden Gewalt an Mensch und Tier bilden die Szenen des neuen Romans. 'Leute von schlechtem Geschmack' sind nach Flaubert solche, die 'verschönern, reinigen und sich illusionieren, die verändern, kratzen und wegnehmen' und gleichwohl meinen, sie seien Klassiker. Die Aufsprengung der normativen Antike-Ansicht bedeutet für Flaubert, Klischees und abgenutzte Phrasen aufzubrechen sowie neue Sprachformen zu erfinden. Er eröffnet damit den Blick auf eine archaische Antike und auf das Phänomen der Gewalt in der Moderne.
Autorenportrait
Alexander Arweiler ist Professor für Klassische Philologie mit Schwerpunkt Latinistik an der Westf.-Wilhelms-Universität Münster. Karin Westerwelle ist Professorin für Französische und Italienische Literaturwissenschaft an der Westf.-Wilhelms-Universität Münster.
Weitere Details
Erschienen: 22.10.2021
Umfang: VIII, 301 S., 5 s/w Illustr., 8 farbige Illustr.,
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.3 x 24.3 x 16.4 cm
ISBN/EAN: 9783770559756
Umbreit-Nr.: 8175548
