Epistemologische Exkursionen
Zu den sozialen Ursprüngen der Logik
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Zusatztext
Die Idee objektiver Erkenntnis ist der große Gegenspieler aller relativistischen Erkenntnisprogramme. Sie lässt sich in der Philosophiegeschichte bis auf das berühmte Lehrgedicht von Parmenides zurückverfolgen. Der Basisbaustein von Parmenides Wissenskonzept ist der Satz vom Widerspruch, dessen Herkunft bis heute ungeklärt ist. Die vorliegende Studie rekonstruiert den Ursprung dieses zentralen logischen Prinzips in der sozialen Praxis des Argumentierens. Die historische Perspektive ist eingebettet in eine systematische Analyse, die zeigt, dass transzendentale Elemente in Erkenntnistheorien, seien es Ideen (Platon), ein archimedischer Punkt (Descartes) oder synthetische Urteile a priori (Kant), eine soziale Funktion haben. Die Studie deckt auf, wie beim Versuch, praxisunabhängige - letzte - Bezugspunkte zu finden, deren soziale Funktion gezielt ausgeblendet wird.
Autorenportrait
Gernot Grube promovierte in Philosophie. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschergruppe Bild-Schrift-Zahl an der Humboldt-Universität zu Berlin und lebt seit 2008 als unabhängiger Forscher in Berlin und São Paulo.
Weitere Details
Erschienen: 29.09.2014
Umfang: 195 S., 3 s/w Illustr., 3 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.7 x 21.5 x 13.5 cm
ISBN/EAN: 9783770557745
Umbreit-Nr.: 6710001
