Genie und Blut
Rassedenken in der italienischen Philologie des neunzehnten Jahrhunderts
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Zusatztext
Die italienische Philologie und ihr erkenntnistheoretischer Beitrag zu Rassedenken und Ethnozentrismus. Die Entstehung rassistischen Denkens in den philologischen Wissenschaften des 19. Jahrhunderts wurde durch die Forschung in Ansätzen aufgezeigt. Die meisten Arbeiten betrachten Entwicklungen in England, Frankreich und Deutschland. Diese Fokussierung erschien gerechtfertigt aufgrund der Geschichte des Kolonialismus in den ersten beiden Ländern und der deutschen Vorreiterrolle bei der Systematisierung der historisch-vergleichenden Sprach- und Textwissenschaften. Es ist jedoch verkürzt, Dynamiken epistemologischen Wandels zu ignorieren, die das wissenschaftliche Italien im 19. Jahrhundert prägten. Auch in der soziokulturellen Komplexität des Risorgimento bildeten sich Strukturen rassistischen Denkens und Räume differenzierter Reflexion über die anthropologische Aussagekraft der Philologie.
Autorenportrait
Markus Alexander Lenz studierte von 2004 bis 2009 Kulturwirtschaft mit Schwerpunkt romanischer Literaturwissenschaft an der Universität Passau sowie an der Libera Università di Lingue e Comunicazione di Milano IULM. Seine Diplomarbeit verfasste er unter dem Titel Niccolò Ammaniti, Alessandro Baricco und Andrea De Carlo - Jenseits der Politik oder die Bedeutung des Privaten in der italienischen Gegenwartsliteratur. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der von Dr. Markus Messling geleiteten DFG-Emmy Noether-Nachwuchsgruppe Philologie und Rassismus im 19. Jahrhundert an der Universität Potsdam erforschte er die rassistischen und ethnozentrischen Paradigmen in der italienischen Philologie des 19. Jahrhunderts.
Weitere Details
Erschienen: 16.06.2014
Umfang: 405 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3 x 23.4 x 15.9 cm
ISBN/EAN: 9783770557707
Umbreit-Nr.: 6710034
