Das Christentum in Hitlers Weltanschauung
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Zusatztext
Hitlers Verhältnis zum Christentum war zwiespältig: Er bekämpfte es erbittert und sah sich trotzdem als strahlenden Nachfolger Christi, einen neuen Messias. Friedrich Tomberg zeigt, welchen Einfluss diese paradoxe Konstellation in Hitlers Weltanschauung auf die nationalsozialistische Politik hatte. Adolf Hitlers Berufung auf Jesus sollte nicht bloß sein Charisma erhöhen, sondern diente ihm als Rechtfertigung für seine Pläne. In seiner Vorstellung war er der Retter der europäischen Kultur und berufen zur gewaltsamen Neuordnung der Welt. Die Idee des 'Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation' war die Grundlage seiner Expansionsziele. Das Christentum, wenngleich von ihm gehasst, war ihm gleichermaßen Mittel der Legitimation und praktisches Instrument, auch auf dem Weg zum Holocaust. Daraus folgt eine überraschende Erkenntnis: Der Antisemitismus war die Konsequenz aus Hitlers Zielen, nicht deren Voraussetzung.
Weitere Details
Erschienen: 16.01.2012
Umfang: 206 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2 x 21.8 x 14.1 cm
ISBN/EAN: 9783770552719
Umbreit-Nr.: 2948319
