Die Berner Trilogie
Erstedition und Kommentar
Ein Miles Christianus für die Berner Bühne
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Zusatztext
Die Berner Trilogie ist ein außerordentliches Beispiel des reformierten geistlichen Spiels; ihre Edition liefert einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des vormodernen Theaters. Der anonyme Autor greift auf verschiedene Vorlagen - insbesondere auf die Dramen Friedrich Dedekinds - zurück, es handelt sich also um die Aneignung eines norddeutschen Textes ins Schweizer Milieu. Diese geschieht nicht nur sprachlich, sondern auch in theologischen Details, die zum Beispiel durch den Einfluss Zwinglis zu erklären sind. Insgesamt bietet der Text einen faszinierenden Blick auf das nachreformatorische Schultheater in Bern, das zumindest teilweise noch in der Tradition der Fastnachtsspiele Niklaus Manuels steht, aber auch Anleihen beim Humanistentheater nimmt.
Autorenportrait
Björn Reich wurde 2019 an der Humboldt Universität zu Berlin habilitiert und anschließend Mitarbeiter im Gießener DFG-Projekt Inszenierungen von Heiligkeit. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören die Dissertation (Name und maere) und die Habilitation (Spiel und Moral); sein Forschungsschwerpunkt ist neben der geistlichen Literatur die historische Spieleforschung.
Weitere Details
Erschienen: 14.12.2026
Umfang: 300 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783757400897
Umbreit-Nr.: 5384244
