1940. Die versunkene bürgerliche Welt.
Hans Gmelin am beginnenden Weltuntergang, Hans Gmelin 1940 1
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Zusatztext
Der Professor für Öffentliches Recht, Hans Gmelin war bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ein leidenschaftlicher liberaler Politiker. Er hätte 1919 gern an einer modernen Verfassung für die neue demokratische Ordnung mitgewirkt, aber seine Partei setzte einen Kaufmann in die verfassungsgebende Versammlung. - Hans Gmelin blickt 1940 - kurz vor seinem Tod zurück auf seine bildungsbürgerliche Jugendzeit, in der er die Kunst, Musik und das Recht europäischer Staaten auf langen Reisen studieren konnte. Als er über die Schönheit der Kunst, die Liebe zu seinem Land und die völkischen Vorurteile nachdenkt, hat der Zweite Weltkrieg begonnen und droht alles zu verschlingen, wofür er sich eingesetzt hat, von den Ideen bis zu den Menschen.
Autorenportrait
Ralf-Andreas Gmelin ist zwar Enkel von Hans Gmelin, hat seinen Großvater aber niemals kennengelernt. Er legt hier eine ungeschönte Quellensammlung von Manuskriptseiten vor, die ein genaues Bild von bestimmten Erinnerungen zeichnen, die Hans Gmelin kurz vor seinem Tod bewegt haben. Unvollständig sind diese Quellen dennoch, weil seine Witwe fürchtete, die Gestapo könne noch in den Unterlagen des Verstorbenen lesen. Darum, hat sie viele Seiten verschwinden lassen - zum Kummer der Nachgeborenen. In einem zweiten Band bemüht sich der Herausgeber um eine Rekonstruktion der Biographie seines Großvaters, die allerdings einem Indizienprozess folgen wird, da es keine Zeitzeugen mehr gibt. Der Autor lebt als Pfarrer in Wiesbaden, ist aber im Haus seines Großvaters in Gießen aufgewachsen.
Weitere Details
Erschienen: 28.02.2022
Umfang: 464 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.9 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783755773559
Umbreit-Nr.: 5238624
