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Nebenher verloren

Cover von Nebenher verloren

Roman über meinen Vater

Sittig, Friedemann

März Verlag GmbH

24.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Bestellung ist vorgemerkt

Zusatztext

Am Tag seiner Taufe verschwand Friedemann Sittigs Vater aus seinem Leben. In der Familie sollte er fortan eine Leerstelle bleiben, ein ewig Abwesender, ein Tabu. Erst im Alter, Jahrzehnte nach dem Tod des Vaters, beginnt Sittig, sich ihm zu nähern: über einen 'Quadratmeter Vater' aus Fotos, Zeitungsausschnitten, Berich- ten, Briefen und literarischen Fragmenten. Was sich daraus zusammensetzt, ist mehr als eine Familiengeschichte. Es ist ein Leben im Schatten des 20. Jahrhunderts: Ostpreußen, Krieg, Flucht, russische Gefangenschaft, die 1950er-Jahre, der Versuch eines Neuanfangs. Sittig stößt auf die Geschichte einer ersten Familie des Vaters, die auf der Wilhelm Gustloff ums Leben kam - jener Katastrophe, die Günter Grass Jahrzehnte später in Im Krebsgang literarisch umkreiste. Und ausgerechnet diesem Grass hatte der Vater einst seine erste Kunstausstellung ermöglicht. Die beiden blieben verbunden durch Kunst und Literatur, aber auch durch den Verlust der Heimat Danzig und einer geteilten Vergangenheit, die sich nicht abschütteln ließ. In den Fragmenten des Vaters findet Sittig nicht nur biografische Spuren, sondern den so verzweifelten wie beeindruckenden Versuch eines Menschen, dem Erlebten eine literarische Form zu geben. Zwischen fehlenden Dokumenten, Erinnerungslücken und fiktiven Sätzen entsteht ein Dialog über die Zeiten hinweg: zwischen Vater und Sohn, zwischen Schweigen und Sprache, zwischen der privaten Wunde und der deutschen Geschichte.

Weitere Details

Erschienen: 28.09.2026

Umfang: 208 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783755000747

Umbreit-Nr.: 1735961

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