Wenn kein Fluss mehr fließt
Naturkunden
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Zusatztext
Flüsse sind nicht nur ein Landschaftselement unter vielen, sie sind Lebensadern. An ihren Ufern entstehen Städte, an ihren Stränden erholen sich die Arbeiterinnen und Arbeiter, und ihr geklärtes Wasser löscht unseren Durst. Kein Köln ohne Rhein, kein Dresden ohne Elbe - und kein Lódz ohne Lódka. Ausgehend vom Fluss seiner Kindheit, der überreguliert, verschmutzt und heute kaum noch auffindbar in Vergessenheit geraten ist, liest der preisgekrönte Lyriker Maciej Robert die Spuren europäischer Flussläufe: in Polen, in Ungarn, in der Slowakei, in Tschechien, in Deutschland. Aber wie entdeckt man Flüsse, die es nicht mehr gibt? Man findet sie in den Geschichten, die über sie erzählt werden: Flüsse als Grenzen oder Handelsrouten, Fließgewässer als lebensnotwendige Grundlage und schützenswerte Lebensräume, Flüsse als das, was Europa verbindet. Wenn kein Fluss mehr fließt ist ein ganz und gar europäisches Buch: Zwischen den Flüssen, die Europa ausmachen, entdeckt Maciej Robert die Ufer, an denen sich unser aller Leben entfaltet.
Autorenportrait
Maciej Robert, 1977 geboren, ist Dichter, Essayist und Journalist. Der promovierte Geisteswissenschaftler ist seit 2023 Leiter des Lodzer Literaturhauses. Er hat in zwei Jahrzehnten Gedichtbände veröffentlicht, für die er zahlreiche Preise erhalten hat. Rzeki, których nie ma ist seine zweite Prosaveröffentlichung und war für den Grand-Press-Preis (bester Reportageband des Jahres) 2023 nominiert. Hans Gregor Njemz, 1978 geboren, hat Französisch, Polnisch und Philosophie studiert, einge Zeit in Paris und Polen gelebt und widmet sich seit 2011 der Übersetzung. Er hat sowohl wissenschaftliche als auch literarische Texte aus dem Französischen und Polnischen ins Deutsche übersetzt, darunter zuletzt König Matz den Ersten von Janusz Korczak. Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum 'Schönsten deutschen Buch' gekürt. Für ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.
Weitere Details
Erschienen: 03.09.2026
Umfang: 230 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783751840507
Umbreit-Nr.: 1543458
