Träume des Wissens
Notizen zur Geschichte der Humanwissenschaften
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Zusatztext
Die Wissenschaften der Moderne sind mit dem Anspruch angetreten, die Sümpfe der Irrationalität trockenzulegen und rationale Erklärungen für die Phänomene der Welt zu finden. Dazu ist ein umfassendes Entzauberungsprogramm aufgelegt worden, in dem scharfe Trennlinien zwischen Wissen und Glauben, Tatsachen und Werten, Wissenschaft und Gesellschaft gelten. Die Risse in diesem Modell sind offensichtlich, aber Vorsicht: In einer Zeit, in der die Demontage der Wissenschaften zum täglich Brot einer Meute von Fundamentalisten und neuen Faschisten geworden ist, verbietet es sich, aus solchen Verwerfungslinien zu schlussfolgern, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung seien so richtig oder falsch wie jede andere Behauptung auch. Wohl aber gilt es zu bedenken, dass Wissen vielfach in den Grenzbereichen von Logik und Intuition, Mächten und Nächten, Aufgeräumtheit und Träumerei entsteht. Michael Hagner erkundet die kritischen Zonen des Wissens in essayistischen Annäherungen und stellt fest: Jede Art von Wissen steht in der Verantwortung für die von ihm belegten Räume und Träume.
Autorenportrait
Michael Hagner, geboren 1960, war bis 2025 Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich. Für seine Arbeiten wurde er u. a. mit dem Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Martin Warnke-Medaille und dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung ausgezeichnet. Zuletzt erschien Seeing Foucaults Pendulum: Between Science, Politics and Art.
Weitere Details
Erschienen: 03.09.2026
Umfang: 200 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783751821568
Umbreit-Nr.: 1543433
