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CALMANT

Cover von CALMANT

Rosa ... Kunst_Exile Marie Laurencins

Christelbauer, Tatjana

Epubli

7.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Vergriffen, Bestellung abgelegt

Zusatztext

1883 geboren - ein uneheliches Kind - im Exil lebend - Frau eines Deutschen - Und was sonst noch? Diese Zeilen stammen aus einem Brief der französischen Malerin Marie Laurencin an ihrer Freundin Nicole Groult. Sie verfasste es während des Ersten Weltkrieges in Spanien, wo sie sich als Frau eines deutschen Barons im Exil aufhielt und ihr Leben und Werk in diversen Abständen reflektierte. Die Kette aus Selbstbekenntnissen, wie im oben geführten Zitat, knüpfte die Laurencin aus toten Perlen welche sie als Machtmechanismus für die Konstruktion von neuen Identitätsentwürfen, im literarischen Feld einsetzte. Marie Laurencin wurde am 31. Oktober 1883 als uneheliches Kind geboren. Dieses soziale Stigma löste eine ganze Reihe an kreativen Identitätsentwürfen bei ihr aus und trieb sie in diverse räumliche und Kunst_ Exile. (.) In einigen Textpassagen aus Laurencins Tagebuch konnte ich auch meine eigenen, durch die Flucht vom Krieg am Balkan in den 1990-ern nach Österreich entstandenen und dann verschleierten Ängste und Leiden erkennen. Im Verschwinden von allem was mir vertraut war gruben sich die Plätze für Neues: in kleinen und großen Wunden und in Umrissen einer Geschichte die meine ist. Plötzlich musste ich eine Existenzberechtigung in allen Seins-Räumen ablegen. Nichts mehr war selbstverständlich und nichts hatte Geltung für sich. Eine kreative Wut trieb mich dazu, mit Pinsel, Stift und Tanz ein vertrautes Gesicht wieder herzustellen. (.) Wir sind alle mehr oder weniger von diversen Stigmatisierungs-Problematiken umgeben. Herkunft ist immer noch ein Machtmechanismus, durch welchen gesellschaftliche Positionierungen erzeugt werden. Welche Möglichkeiten der Selbst(er)findung entdecken wir in Kunst_Exilen von Laurencin? In einer Collage aus Zitaten, Gedichten, Bild- und Textanalysen weise ich auf die Interdependenz zwischen Herkunftsproblematik und künstlerischer Arbeit, als eine Form der Selbstbestimmungspraxis hin.

Autorenportrait

Tatjana Christelbauer MA ist Performancekünstlerin, Kunst/Kulturvermittlerin und pädagogische Beraterin für interkulturelle Bildung. Seit 2016 leitet sie den Verein ACD-Agency for Cultural Diplomacy Tatjana Christelbauer wurde in Kroatien geboren, lebt derzeit in Wien. Seit 2005 organisiert sie ihre Lecture- Performances, Vernissage und Konferenzen im Beeich der Kulturdiplomatie in Wien und international. In 2008 veranstaltete sie Produktion in Kooperation mit Institut Français d`Autriche Vienne, Wiener Verein Exil und Max Reinhard Seminar. Zu diesem Anlass kam die französische Schriftstellerin und Feministin Benoite Groult zu ihrem ersten Besuch nach Wien und würdigte die Veranstaltung mit ihrer Buchpräsentation und einer Erzählung über ihre Patentante Marie Laurencin.

Weitere Details

Erschienen: 18.03.2019

Umfang: 48 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.3 x 21 x 14.8 cm

ISBN/EAN: 9783748521914

Umbreit-Nr.: 7007123

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