Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

Leben im Zwiespalt 2

Cover von Leben im Zwiespalt 2

eBook - Aus Tagebüchern, Briefen und Beiträgen 1990-2018, Leben im Zwiespalt

Dyrlich, Benedikt

DOMOWINA-VERLAG

14.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Im zweiten Band seiner Autobiografie beschreibt Benedikt Dyrlich (*1950) die Etappen nach der Wende.
 Das erste Kapitel umfasst die Jahre seines Wirkens im Sächsischen Landtag als Abgeordneter der SPD-Fraktion, das zweite die Zeit, in der er Chefredakteur der sorbischen Tageszeitung "Serbske Nowiny" war. Das dritte Kapitel schildert die Jahre nach seinem schweren Unfall im Sommer 2009, der ihn plötzlich aus dem beruflichen Alltag riss. Der Umbruch 1989/90 hat auch Dyrlichs Leben entscheidend verändert, beständig war jedoch seine kämpferische Natur. Ob als Politiker, Journalist oder Vorsitzender des Sorbischen Künstlerbundes, unermüdlich, bisweilen mit ungestümer Hartnäckigkeit, setzte er sich für die Gegenwart und Zukunft seines Volkes ein, für dessen Literatur und Kunst. Er stritt für die Unabhängigkeit der Medien, für Demokratie bei den Sorben und fiel dabei nicht selten in Ungnade. Das Buch zeichnet seinen Weg in den neuen politischen Verhältnissen und seine persönliche Sicht auf die Ereignisse zum Zeitpunkt des Geschehens. Zugleich ist es ein spannender Abriss der jüngsten sorbischen Geschichte. Die Zeitdokumente wurden zumeist in obersorbischer Sprache verfasst. Diese wurden von Dietrich Scholze ins Deutsche übertragen.

Autorenportrait

Benedikt Dyrlich (* 21. April 1950 in Räckelwitz) ist ein sorbischer Schriftsteller, Politiker und Journalist. Benedikt Dyrlich wurde als zweites von sechs Kindern geboren und wuchs in Neudörfel im sorbisch-katholischen Teil der Oberlausitz auf. Der Vater war ein sorbischer Kleinbauer und Handwerker. Die Mutter starb, als er 16 Jahre alt war. 1956 wurde er in die sorbische Schule in Räckelwitz eingeschult, die er bis 1964 besuchte. Nach dem Besuch des Bischöflichen Vorseminars Schöneiche bei Berlin studierte er von 1968 bis 1970 katholische Theologie und Philosophie am Philosophisch-Theologischen Institut Erfurt. Danach arbeitete er, der 1973 Monika Rozowski heiratete, bis 1972 als Krankenpfleger in Karl-Marx Stadt. Seit 1970 veröffentlicht Dyrlich Gedichte, anfangs in sorbischer, dann auch in deutscher Sprache. 1972 legte er an der Volkshochschule das Abitur ab. Von 1973 bis 1975 war er dramaturgischer Mitarbeiter des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen. Von 1975 bis 1980 studierter an der Theaterhochschule Leipzig Dramaturgie. In der Zeit der politischen Wende von 1989/90 war er in der Sorbischen Volksversammlung tätig. Im Jahre 1990 wurde er als SPD-Mitglied in den Sächsischen Landtag gewählt und war gleichzeitig SPD-Vorsitzender des Unterbezirks Oberlausitz. Im selben Jahr war Dyrlich Mitglied der >Arbeitsgruppe Landesverfassung<, die den Entwurf für die neue Verfassung des Freistaates Sachsen ausarbeitete. Bei der Landtagswahl 1994 verpasste er den Wiedereinzug in den Landtag. Von 1995 bis 2011 war er Chefredakteur der sorbischen Abendzeitung Serbske Nowiny.[1] Seit 2011 engagiert er sich in der Initiativgruppe »Serbski sejmik«, die die Einrichtung einer gewählten sorbischen Volksvertretung fordert. Als Zeitzeuge der Wiedervereinigung ist er am Zeitzeugenportal 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit aktiv beteiligt. Dyrlich, der bis 2014 Vorsitzender des Sorbischen Künstlerbundes war und Mitglied im Sächsischen Kultursenat sowie im PEN-Zentrum Deutschland ist, verfasst Lyrik und Prosa in sorbischer und deutscher Sprache. Er gilt als einer der originellsten zeitgenössischen sorbischen Lyriker. Einer seiner Söhne ist der Schauspieler Marko Dyrlich. Benedikt Dyrlich lebt in Dresden und Bautzen.

Weitere Details

Erschienen: 13.12.2019

Umfang: 416 S., 3.10 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783742026255

Umbreit-Nr.: 1572202

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.