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Krise - Subjekt - Literarische Form

Cover von Krise - Subjekt - Literarische Form

eBook - Dissonanz erzählen im Werk von Terézia Mora, Reinhard Jirgl und Peter Wawerzinek

Scharf, Simon

FRANK & TIMME

100.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Der spätmoderne Mensch befindet sich in einer Identitätskrise. Frei im Hinblick auf die individuelle Lebensgestaltung ist er zugleich losgelöst von alten Sicherheiten und Bindungen an Klasse, Religion und Nation. Vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer und kultureller Krisen erscheint Identitätsbildung heute als situatives, ständig neu zu entwerfendes und dabei höchst ambivalentes Projekt. Welches Potenzial entfaltet das literarische Erzählen in diesem Kontext? Terézia Mora, Reinhard Jirgl und Peter Wawerzinek modellieren in ihren Werken Szenarien der Identitätsarbeit. Die Krise des Subjekts führt bei ihnen zu einem neuen Nachdenken über Lebens- und Romanformen. Sie versinnbildlichen den Kernkonflikt von Text und Figur in charakteristischen Leerstellen, die das Ringen der Romane um die Selbstbilder von Protagonistinnen und Protagonisten sowie gleichzeitig um Form und Gattung spiegeln. So werden die literarischen Texte als komplexe Wahrnehmungsräume für die Leserinnen und Leser selbst zu einer Identitätserfahrung.<br /><br />Simon Scharf hat Germanistik und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studiert und am Münsteraner Graduiertenkolleg 'Literarische Form. Geschichte und Kultur ästhetischer Modellbildung' promoviert. Seit 2020 ist er als Lektor in einem Wissenschaftsverlag tätig. Darüber hinaus verfasst er regelmäßig literaturkritische Beiträge für verschiedene Zeitschriften.

Weitere Details

Erschienen: 01.01.2020

Umfang: 592 S., 16.72 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783732992942

Umbreit-Nr.: 476609

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