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Andrej Platonov und das Absurde

Cover von Andrej Platonov und das Absurde

Ost-West-Express. Kultur und Übersetzung, Bd. 50

Günther, Hans

Frank und Timme GmbH

29.80

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert, Festbezug, bitte vormerken

Zusatztext

In den 1920er Jahren entwickelt Andrej Platonov (1899-1951), zunächst enthusiastischer Befürworter der Revolution, zunehmend eine subversive Haltung. Die Ablehnung der sich verfestigenden sowjetischen Ideologie tritt bereits in dem utopiekritischen Roman Cevengur zutage. Nach Stalins Kritik an seiner Erzählung Zum Vorteil (1931) durchlebt Platonov eine tiefe persönliche und schöpferische Krise. In dieser Situation entsteht seine Abrechnung mit der Psychopathologie des Totalitarismus: das kaum bekannte Romanfragment Der Makedonische Offizier (1932-1936). Kennzeichnend für sein dramatisches Schaffen wie für den Roman Die Baugrube (1930) ist die Zunahme von Elementen des Absurden. Platonovs Verständnis von Absurdität unterscheidet sich jedoch von dem der Oberiuten. Sein Schreiben ist gesellschaftsbezogen und zugleich Auseinandersetzung mit den Archetypen der sowjetischen Staatsmythologie. Eigensinnige Helden, das Fehlen des obligaten Feindbildes und die Konzeption einer ambivalenten Weiblichkeit verkörpern die subversive Energie des Autors.

Weitere Details

Erschienen: 13.12.2024

Umfang: 138 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.9 x 21 x 14.8 cm

ISBN/EAN: 9783732911226

Umbreit-Nr.: 5153435

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