Zwischen kollektivem Gedächtnis und Neuorientierung
Identitätsmuster der bulgarischen Juden nach dem Holocaust, Forum: Bulgarien, Bd. 5
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Zusatztext
Die Juden im Kernland Bulgarien wurden während des Zweiten Weltkriegs nicht deportiert und überlebten so den Holocaust. Nach der Gründung des Staates Israel wanderten ca. 90 Prozent von ihnen dorthin aus. Sie nahmen eine gesellschaftliche Sonderstellung zwischen den Überlebenden des Holocaust und der Yissuv, der vor der Gründung Israels im Land ansässigen Gruppe von Juden, ein. Die in Bulgarien Verbliebenen dienten im Sozialismus als Vorzeigeminderheit. Das vorliegende Buch geht der Frage nach den kollektiven Identitäten der bulgarischen Juden in Israel und Bulgarien nach. Es untersucht die Geschichte, die Gemeindeorganisation, prägende Narrative und die Sprachen des Kollektivs. In Interviews kommen letzte Zeitzeugen geschichtlicher Ereignisse zu Wort, unerforschte Aspekte israelischer Geschichte werden beleuchtet, das Schwinden einer Sprache dokumentiert und der Ursprung eines Mythos ermittelt.
Autorenportrait
Nasrin Arnold, geboren 1983 in Nürnberg, studierte Slawistik, Südslawistik, Romanistik und Politikwissenschaften in Heidelberg und Jena. 2017 wurde sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Fach Südslawistik promoviert. Ihre Dissertation entstand im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs 1412 "Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa".
Weitere Details
Erschienen: 18.05.2018
Umfang: VIII, 291 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.7 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783732903269
Umbreit-Nr.: 4989512
