Zeugen der Landschaftsgeschichte im Siebengebirge
Teil 2: Der Ofenkaulberg, Kulturlandschaftspflege im Rheinland 4
Landschaftsverband Rheinland Fachbereich Regionale Kulturarbeit Abteil
Michael Imhof Verlag GmbH & Co.KG
€29.95
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Vergriffen, Bestellung abgelegt
Zusatztext
"Wendet man sich gegen Mittag, so gelangt man zu einem merkwürdigen Vorgebirge" Das Zitat des Mineralogen Karl Wilhelm Nose bezieht sich auf den Ofenkaulberg im Siebengebirge mit seinen zahlreichen Spuren und Relikten früherer Nutzungen. Während rundum seit der Mitte des 19. Jahrhunderts der Tourismus immer stärker eine "romantisch" geformte Landschaft einforderte, bestimmten am Ofenkaulberg noch lange traditionelle land- und forstwirtschaftliche Nutzungen das Bild. Mehr noch: Unbehelligt von erbitterten Diskussionen um den landschaftsverschandelnden Steinabbau, die andernorts zu Schließungen von Steinbrüchen führten, konnte am Ofenkaulberg bis in die 1930er Jahre Trachyttuff für den Backofenbau gewonnen werden. Das war möglich, weil die Steinbrüche unterirdisch betrieben wurden. Diese versteckte Lage führte dazu, dass während des Zweiten Weltkriegs in den Stollen eine Rüstungsproduktion untergebracht wurde. Reste des zugehörigen Zwangsarbeitslagers finden sich auf dem Bergrücken.
Weitere Details
Erschienen: 17.11.2020
Umfang: 288 S., 400 s/w Illustr., 357 farbige Illustr., 75
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783731910886
Umbreit-Nr.: 134701
