Die Schule der deutschen Vinzentiner in Costa Rica
Zum Einfluss der katholischen Soziallehre auf die Reformen in Costa Rica 1940-1949
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Zusatztext
Costa Rica gilt bis heute als Musterland in Mittelamerika, als ein Staat ohne Armee, mit stabiler demokratischer Verfassung, wirtschaftlicher Prosperität und einem im Vergleich zu seinen Nachbarländern relativ geringen Kriminalität. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die 1940-1944 durch eine "Heilige Allianz" (E. Miller) von Christdemokraten, Kirche und Kommunisten eingeführten Sozialgesetze. Der Einfluss der katholischen Kirche begann bereits am Ende des 19. Jahrhunderts durch Bischöfe aus den Reihen deutscher Vinzentiner, die sich - angeregt durch die päpstliche Enzyklika Rerum Novarum - konsequent für die Interessen unterprivilegierter Schichten einsetzten. In ihrer dem Priesterseminar angegliederten Schule in der Hauptstadt San José, dem Colegio Seminario, wurden Generationen von staatstragenden Persönlichkeiten erzogen, darunter der spätere Staatspräsident Rafael A. Calderón und der spätere Erzbischof Victor Sanabria, in deren Amtszeit die Sozialgesetzgebung erfolgte. Das Buch beleuchtet Strukturen und geistige Ausrichtung des Colegio Seminario, das neben dem belgischen Code de Maline einen wesentlichen Einfluss auf die Protagonisten der costaricanischen Sozialreform ausgeübt haben dürfte.
Weitere Details
Erschienen: 16.02.2026
Umfang: 90 S., 8 farbige Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1 x 30.3 x 21.5 cm
ISBN/EAN: 9783695105946
Umbreit-Nr.: 9876002
