Karl Tekusch als Sprachkritiker
Seine Rolle in Wiener Sprachvereinen des 20. Jahrhunderts, Greifswalder Beiträge zur Linguistik 10 10
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Zusatztext
Karl Tekusch (1880-1977) widmete mindestens 58 seiner 87 Lebensjahre der Sprachpflege und hatte Führungspositionen in drei Sprachvereinen inne: In dem 1886 gegründeten und um 1943/44 aufgelösten Wiener Zweig des (Allgemeinen) Deutschen Sprachvereins (A)DSV, in dem 1949 als dessen Nachfolgeorganisation gegründeten und heute noch bestehenden Wiener Verein Muttersprache sowie im Germanischen Sprachverein. In dem in der linguistischen Fachliteratur gleichsam unbekannten, zunächst völkisch, dann nationalsozialistisch geprägten Germanischen Sprachverein (1933-1948) entwickelte Tekusch sein auf der Grundlage damals aktueller Rassentheorien beruhendes Konzept der Sprachechtheit, dem er lebenslang anhing. Im Mittelpunkt der vorliegenden Monographie steht die Darstellung und Analyse der Publikationen Tekuschs, die im Zusammenhang vor allem mit dem Germanischen Sprachverein, aber auch mit dem (A)DSV und dem Verein Muttersprache erfolgen. Es zeigt sich, dass durch die Führungsperson Karl Tekusch und sein Konzept der Sprachechtheit eine bis heute ununterbrochene sprachpflegerische Tradition in diesen drei österreichischen Sprachvereinen besteht.
Weitere Details
Erschienen: 19.09.2025
Umfang: 224 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2 x 24.6 x 17.5 cm
ISBN/EAN: 9783691100112
Umbreit-Nr.: 7645304
