Walter Benjamins Produktionsbegriff in 'Der Autor als Produzent'. Eine Textdiskussion
eBook, Digitale Originalausgabe (eBook ohne Printausg.)
€5.99
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Lieferbar
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Sonstiges, Note: 1,0, Leuphana Universität Lüneburg, Veranstaltung: Produktion / Produktivität in Kultur-, Kunst- und Medientheorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei dem Text Der Autor als Produzent handelt es sich um einen Aufsatz des deutschen Philosophen sowie Literatur- und Kulturkritikers Walter Benjamin, in welchem er in Anlehnung an Brecht die Intellektuellen und Künstler dazu aufruft, den Produktionsapparat nicht zu beliefern, ohne ihn zugleich, nach Maßgabe des Möglichen, im Sinne des Sozialismus zu verändern. Benjamin konzipiert den Begriff des Produzenten als einen reflektierten und im Dienste des Klassenkampfes agierenden Typus von Autorschaft. Der Produzent wird entworfen als eine Form des Intellektuellen, der seine Solidarität mit dem Proletariat erfährt und dementsprechend literarisch operiert. Damit diese Solidarität der Intellektuellen mit dem Proletariat über die einer literarisch vermittelnden Instanz hinausgeht, ist es notwendig, dass die gebildeten Intellektuellen selbst Verräter an ihrer Ursprungsklasse werden. Benjamin konzipiert Bildung dabei selbst als ein Produktionsmittel, das die Intellektuellen als soziales Bildungsprivileg von der Bürgerklasse erhalten haben. Um nun diesen unabdingbaren Verrat Folge zu leisten, ist eine Transformation notwendig, die darin liegt, dass die Schriftsteller nicht lediglich den Produktionsapparat mit Inhalten mögen sie auch noch so revolutionär sein beliefern, sondern selbst zu Ingenieuren werden, die aktiv auf diesen einwirken, indem sie ihn den Zwecken der proletarischen Revolution anpassen.
Weitere Details
Erschienen: 11.07.2017
Umfang: 10 S., 0.24 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783668481589
Umbreit-Nr.: 4161095
