Literatur im Dialog mit den Naturwissenschaften
Konkurrierende Ansprüche von der frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert, Prolegomena Romanica. Beiträge zu den romanischen Kulturen und Literaturen
€79.99
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Die These des Buches ist, dass in der frühen Neuzeit die Literatur den Vorrang vor der Naturbetrachtung beanspruchte. Verschiebungen gab es über Phasen zeitweiliger Parität, der Priorität der Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert bis zu deren Kritik im 20. Jahrhundert von Seiten der Literatur. Dargestellt werden diese Entwicklungen in Frankreich und im spanischsprachigen Raum, wobei auch Deutschland und England Berücksichtigung finden: Während Montaigne, Pedro Mexía, Pérez de Oliva, Vives und Gracián der Literatur die Priorität geben, stellt Pascal dem esprit de finesse den esprit de géométrie gegenüber und eröffnet eine Kontroverse, die Linné und Buffon fortsetzen. Aufklärer wie Voltaire orientieren sich am englischen Modell. Hier führen Locke und Hume Erfahrungswissenschaften ein, deren Fortschritte Rousseau kritisiert. Setzen sich im 19. Jahrhundert Balzac und Pérez Galdós mit den Naturwissenschaften auseinander, werden dann bei Zola Darwin und Comte zu Vorbildern. Die Aporien des naturwissenschaftlichen Denkens schließlich zeigen Ortega y Gasset, Borges und Sábato auf.
Autorenportrait
Christoph Strosetzki ist Professor für Romanistik an der Universität Münster.
Weitere Details
Erschienen: 01.02.2025
Umfang: xii, 270 S., 1 s/w Illustr., 270 S. 1 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.7 x 23.5 x 15.5 cm
ISBN/EAN: 9783662698945
Umbreit-Nr.: 4018221
