Figuren der Resonanz
Das 18. Jahrhundert und seine musikalische Anthropologie
€74.99
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts vollzog sich in der Medizin ein Paradigmenwechsel von hoher ästhetischer Relevanz. Hatten die Nerven bis dahin als Transportkanäle für die Lebensgeister gegolten, so trat nunmehr eine konkurrierende Theorie auf den Plan, nach der es sich um elastische Fasern handle, die in Analogie zur Saitenvibration, also über das Prinzip der Schwingung zu erklären seien. Der menschliche Leib avancierte buchstäblich zu einem Musikinstrument, das emotionale Erleben (nicht nur) von Musik zu einem Resonanzeffekt. Die Folgen dieser Sichtweise waren einschneidend: Das vorliegende Buch zeigt anhand zahlreicher Quellen aus den Bereichen Musik, Medizin, Literatur und Ästhetik, wie eine musikalische Anthropologie entstand, die wiederum auf die Kompositionspraxis zurückwirkte, etwa bei Carl Philipp Emanuel Bach, Georg Anton Benda und Wolfgang Amadeus Mozart.
Autorenportrait
Arne Stollberg ist Professor für Historische Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Weitere Details
Erschienen: 03.01.2022
Umfang: xii, 268 S., 75 s/w Illustr., 1 farbige Illustr.,
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783662635278
Umbreit-Nr.: 2076711
