Zur Geschichte des Gaskampfs und der industriellen Kriegsführung in Deutschland
Die Auergesellschaft in Krieg und Nachkrieg (1910 - 1960)
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Zusatztext
Diese Monographie behandelt erstmals zusammen mit der Geschichte der Auergesellschaft die Bedeutung der Gasmaske in Krieg, Politik, Zivilgesellschaft und Kultur des 20. Jahrhunderts. Gasgefahr und Gasschutz bedingen sich gegenseitig; dies zeigte schon die Eskalationsspirale im Ersten Weltkrieg. Die Berliner Auergesellschaft AG wurde ab 1915 zum führenden Hersteller, der gegen neue Kampfgase stets neue Schutzmittel bereitstellte. Ab 1919 setzten beide Seiten - Giftgas- wie Gasschutzindustrie - auf den dual use ihrer Umsatzträger. Produziert wurden nun Stoffe zur Schädlingsbekämpfung einerseits und Schutzmittel für Bergbau, Industrie und Rettungsdienste andererseits. AUER zivilisierte zunächst Kriegsmasken und wechselte dann auf Neuentwicklungen für zivile, später auch militärische Zwecke. In der NS-Zeit trat die Wehrmacht als Großabnehmer auf, und es kam ein riesiger Markt hinzu: der Zivilschutz der Bevölkerung gegen die Gefahr feindlicher Giftbomben - mit der Volksmaske. Zudem expandierte AUER erstmals in die Giftgasproduktion, und während des Krieges lieferte sie Kernbrennstoffe für den Bau einer deutschen Uranmaschine.
Autorenportrait
Prof. Dr. Hans H. Lembke lehrte Betriebswirtschaft und Gründungsmanagement an der TH Brandenburg. Er schreibt über die Geschichte von Unternehmen, deren Beziehungen und Wechselwirkungen komplex, nicht nur einzelwirtschaftlich sind. In dem Maße, wie sie mittlere und höhere Ebenen erreichen, erhält die unternehmenshistorische Betrachtung auch eine gesellschaftliche und politische Dimension. Dies gilt insbesondere für Krisenzeiten.
Weitere Details
Erschienen: 01.06.2026
Umfang: vi, 688 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783658448332
Umbreit-Nr.: 3362985
