Max Weber und die Organisationssoziologie
Überlegungen zu einem Begriff der vormodernen Organisation, Organisationsstudien
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Zusatztext
Organisationen gelten in der heutigen Organisationssoziologie meist als menschheitsgeschichtlich späte Errungenschaften der Moderne. Als vermeintlicher Gewährsmann dieser These wird immer wieder Max Weber angeführt. Doch weder dessen Typus bürokratischer Herrschaft noch dessen Begriff der rationalen Arbeitsorganisation - obgleich beide auf moderne Verhältnisse zugeschnitten sind - enthalten bei näherem Hinsehen zwingende Argumente für eine prinzipielle Begrenzung von Organisationen als solchen auf Moderne. Beide erreichen eigentlich erst im Kontrast zu vormodernen Organisationsformen ihre Tiefenschärfe. Eine Organisationssoziologie, die sich unter Vermeidung der zahlreichen gängigen Missverständnisse der Rezeption auf Max Webers Werk berufen will, muss ihren historischen Blick weiten und die Möglichkeit vormoderner Organisationen in Betracht ziehen.
Autorenportrait
Philipp Jakobs ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kultursoziologie an der Universität Bonn und promoviert dort zu Wirtschaftsorganisationen unter einem historisch-soziologischen Blickwinkel.
Weitere Details
Erschienen: 17.06.2021
Umfang: v, 93 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783658339326
Umbreit-Nr.: 1632499
