Textkommentar zu Michel Foucaults 'Überwachen und Strafen, Die Geburt des Gefängnisses'
Zusatztext
Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Institut für Sozial- und Kulturanthropologie), Veranstaltung: Grenzen, Legalität und Menschenrechte, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie im Titel des Buches schon zu erkennen ist, beschäftigt Foucault sich mit der Entwicklung der Strafsysteme im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts. Er zeigt Prozesse in der Geschichte auf, in denen aus der einfachen Kausalkette Vergehen - Verantwortlicher - Strafe ein kompliziertes und komplexes Konstrukt wurde und wird. Der französische Philosoph legt dar, wo die Grenzen zwischen Gerechtigkeit und Macht verschwimmen. Marter, Züchtigung und Strafe sind einerseits Spiegelung und somit Vergeltung des Verbrechens und andererseits Mechanismen und Instrument für Macht: Die Stärke bzw. Grausamkeit der Strafe gilt ebenso als Übermächtigung, Durchbruch der Macht und festlichen Triumph des Souveräns. Die lange und komplexe Geschichte der Strafe reicht von Folter und Sklaverei über Martern als Fest in der Öffentlichkeit, über Vermenschlichung der Strafe und über eine regulierte Gewaltwirkung bis hin zum modernen Strafrecht und dem Gefängnis.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2014
Umfang: 4 S., 0.50 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783656861362
Umbreit-Nr.: 4695083
