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Tauschbeziehungen und soziale Ökonomie in Goethes 'Wahlverwandtschaften'

Cover von Tauschbeziehungen und soziale Ökonomie in Goethes 'Wahlverwandtschaften'

eBook, Digitale Originalausgabe (eBook ohne Printausg.), Digitale Originalausgabe (eBook ohne Printausg.)

Matern, Maike Zazie

GRIN VERLAG

12.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Freie Universität Berlin (Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Goethes Wahlverwandtschaften, Sprache: Deutsch, Abstract: Im nächsten Jahr feiert die Erscheinung von Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften ihr 200jähriges Jubiläum. An Aktualität hat der Text seitdem jedoch wohl kaum etwas eingebüßt. Dieser Aufsatz behandelt das Tauschphänomen in den Wahlverwandtschaften. Unterschiedliche Aspekte verweisen darauf, wie vielfältig hier Tauschverhältnisse auftreten: Begriffe wie Besitz, Gewinn, Verzicht, Opfer und Mangel werden verwendet. Im Mittelpunkt des Romans stehen der Partnertausch und das chemische Gleichnis der Wahlverwandtschaften, das dem Roman den Namen gegeben hat. Beides ist in der Forschung bereits eingehend diskutiert worden. Eduards und Lucianes Verschwendungssucht fällt auf und dagegen die von Charlotte intendierte Sparsamkeit und Ottilies Enthaltsamkeit. Luciane schlüpft in ihrem Rollentausch in ständig neue Verkleidungen und auch die neue herannahende Epoche, die im Roman diskutiert wird, die kulturelle Innovation, kann als Tauschvorgang betrachtet werden. Eduards Austausch von Zeichen für Zufall und Schicksal ist der figurative Tausch im semantischen Feld als Übertragung, Umcodierung und Bedeutungsaustausch. Die geläufigste Kommunikationsform scheint im Roman der Briefaustausch zu sein und die Kommunikation an sich wiederum funktioniert augenscheinlich nicht. Der Tauschaspekt innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen soll hier Schwerpunkt sein. Es ist nicht möglich, alle Aspekte des Tauschs, so wie sie in den Wahlverwandtschaften auftreten, zu behandeln. Da der Roman allerdings eine sehr genaue Beobachtung sozialer Konflikte liefert und die experimentelle Darstellung für eine Verallgemeinerung spricht, erscheint es interessant, sich mit der Verbindung zwischen ökonomischem und sozialem Austausch zu befassen. Das Scheitern der Ökonomie führt schließlich zum Scheitern der Figuren und ihrer Konstellation. Erst durch ein reges und gesundes Tauschverhalten könnten die sozialen Verhältnisse funktionieren. Der Tausch zeigt sich hier als ein zeitloses Phänomen, mit dem wir auch unsere eigenen sozialen Beziehungen beobachten und bewerten können. Zur Einführung dient ein Überblick über verschiedene Theorien des Tauschs. Die Romananalyse folgt anschließend.

Autorenportrait

Maike Zazie MaternGeboren 1983 in Sinsheim bei HeidelbergWohnhaft in BerlinFreischaffende Musikerin, Pianistin, Komponistin mit literaturtheoretischem Interessenschwerpunkt: Die Schwelle zwischen Klang und TextAkademische Ausbildung//Oktober 2005 bis Fru"hjahr 2012Magisterstudium der Skandinavistik am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universita"t zu Berlin und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Peter-Szondi-Institut der Freien Universita"t Berlin (Hauptstudium)...

Weitere Details

Erschienen: 08.01.2013

Umfang: 26 S., 0.16 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783656347064

Umbreit-Nr.: 6906537

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