Technologie der Holzverkohlung und der Fabrikation von Essigsäure, Aceton, Methylalkohol und sonstiger Holzdestillate
Zusatztext
Der mit jedem Jahre sich steigernde Konsum der reinen Holzdestillate Essigsaure, Aceton und Methylalkohol - und vor allen Dingen die Verwendlmg. der reinen Essigsaure als Speiseessig, welche erst das groJ3e Publikum mit den Produkten der Holzverkohlungsindustrie in nahere Fiihlung brachte, hat diese Industrie auch weiteren Kreisen bekannt gemacht und Interesse hierfiir in allen holzreichen Landern erweckt. Die Holzverkohlungsindustrie interessiert in erster Linie Industrielle oder Waldbesitzer, denen es darauf ankommt, Waldbesitz mit gr5J3tm5glicher Rente auszunutzen. Hierfiir ist unter bestimmten Verhaltnissen die Ver kohlung des Holzes und die Uberfilhrung desselben in relativ hoch bewertete und in bezug auf Transport wenig beschrankte Produkte geeignet. Die anscheinend giinstigen Chancen dieser Industrie geben deshalb Veranlassung, daJ3 haufig die Frage der Errichtung einer derartigen Anlage erwogen wird. Um dies abel' in ernster Weise tun zu k5nnen, ist es fiir den Laien eine unerlaJ3liche Bedingung, sich zunachst iiber das Wesen dieser Indu strie, ihre modernen Arbeitsmethoden, Anlagebedingungen, Rentabilitats aussichten etc., knrz ilber all die Punkte zu informieren, welche dafilr entscheidend sind, ob die jeweilig yorhandenen lokalen Verhaltnisse der Errichtung einer solchen Anlage giinstig sind oder nicht.
Autorenportrait
InhaltsangabeInhalts-Verzeichnis.- I. Geschichte der Holzdestillation.- Allgemeine Entwickelung.- Essigsäure.- Holzgeist.- Aceton.- Die Verkohlung in Deutschland.- Die Yerkohlung in außerdeutschen Staaten.- Zollverhältnisse.- II. Rohmaterialien der Holzdestillation.- Holzarten und Unterschiede.- Ausbeuten aus den verschiedenen Holzarten.- Holzanatomie.- Holzchemie.- Wassergehalt des Holzes.- Lufttrockenes Holz.- Holzgewicht.- Einkauf, Abfuhr und Stapelung des Holzes.- Sonstige zur Holzdestillation gebrauchte Rohmaterialien.- III. Chemische Veränderungen des Holzes, welche bei der trockenen Destillation desselben eintreten.- Die Versuche von Violette.- Die Ausführung des Holzdestillationsprozesses.- Die Holzverkohlungsprodukte.- Die gebräuchlichen Methoden zur Aufarbeitung des Holzessigs und des Teeres von Laub-, Nadel- und Abfallhölzern.- IV. Die Einrichtungen und der Betrieb von Holz-Verkohlungsanlagen.- A. Laubholzverkohlung.- 1. Mit liegenden Retorten.- Besichtigung einer Holzverkohlung.- Retortenhaus.- Ziehen der Kohlen.- Laden der Retorten.- Kalkdarre.- Retortenkühlanlage.- Gasableitung.- Holzessigklärung.- Teerabtrennung.- Die Aufarbeitung des Holzessigs.- Dreiblasensystem.- Rektifikation des Holzgeistes.- Bauelemente von Kolonnenapparaten.- Das Wesen der Rektifikation.- Aufarbeitung der Kalkacetatlauge.- Darren des Graukalkes.- Herstellung von Braunkalk.- Verwendung des Essigteeres.- Holzteeraufarbeitung.- 2. Verkohlungsanlage mit stehenden Retorten.- Konstruktion von stehenden Retorten.- Generatorgasfeuerung.- Bewegung der stehenden Retorten.- Chargierung der stehenden Retorten.- 3. Großräumige Retorten.- Meileröfen.- Amerikanische Retorten.- B. Nadelholzverkohlung.- Rentabilitätsaussichten.- Kiefernstockholzverkohlung.- Unterschiede des Yerkohlungsprozesses in Öfen und Retorten.- Behandlung des Stockholzes.- Ausführung der Nadelholzdestillation.- Aufarbeitung des Nadelholzessigs.- Isolierung von Nadelholzteer und Rohkienöl.- Raffinieren des Rohkienöls.- C. Verkohlung von Sägemehl etc.- Die Yerkohlungsapparate.- Rentabilitätsbedingungen.- Verfahren von Bergmann und die A.-G. für Treber-Trocknung in Cassel.- Verfahren von Heidenstam.- Verfahren von Bühler.- V. Die allgemeinen Einrichtungen von Holzverkohlungsanlagen.- Dampfkessel.- Antrieb der Pumpen etc.- Beleuchtung.- Feuerlöschvorrichtungen.- Wasserbeschaffung.- Abwässer.- Gleisanlagen.- Gebäudeanordnung.- Feuerungsmaterialien.- VI. Anlagebedingungen, Anlagekosten und Rentabilitätsaussichten von Verkohlungsanlagen.- Laubholzverkohlung.- Nadelholz verkohlung.- Abfallholzverkohlung.- VII. Aufarbeitung der Holzverkohlungserstprodukte: Teer, holzessigsaurer Kalk, Holzgeist, Holzkohle.- A. Teeraufarbeitung.- Sortierung der Destillate.- Ablassen des Peches.- Ausbeute an Destillaten.- Gewinnung von Rohkreosot.- Reinkreosot und Gruajakol.- Leichte Öle.- B. Aufarbeitung des essigsauren Kalkes.- 1. Darstellung von Essigsäure.- Essigsäure aus essigsaurem Natron.- Essigsäure aus holzessigsaurem Kalk.- Salzsäureverfahren.- Schwefelsäureverfahren.- Yorteile und Nachteile beider Verfahren.- Das gewöhnliche Schwefelsäureverfahren.- Das Yacuumv er fahren von Dr. v. d. Linde.- Das Yerfahren von Dr. Behrens.- Betrieb und Einrichtung einer Essigsäurefabrik.- Anlagebedingungen.- 2. Herstellung von essigsaurem Natron.- Natriumacetat aus Holzkalk.- Natriumacetat aus Holzessig.- Natriumacetat aus Essigsäure.- 3. Herstellung von Aceton.- Yorgänge bei der trockenen Destillation des essigsauren Kalkes.- Betrieb und Einrichtung einer Acetonfabrik.- C. Herstellung von Methylalkohol und Denaturierungsholzgeist aus dem Rohholzgeist.- Allgemeines.- Betrieb.- Denaturierungsholzgeist.- Reinmethyl.- Allylalkohol.- Englischer Holzgeist.- Ausführung der Fabrikation.- Ausbeuten.- D. Weiterverarbeitung der Holzkohle auf Brikettes.- VIII. Analytischer Teil.- Nutzen der Analyse und Arbeitsfeld.- A. Rohmaterialanalysen.- a) Bewertung des gebrannten Kalkes.- CaO-Gehalt von Kalkmilch.- Quantitative Kalkanalyse.- Maßanaly
Weitere Details
Erschienen: 01.01.1903
Umfang: x, 246 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.5 x 23 x 15.4 cm
ISBN/EAN: 9783642984952
Umbreit-Nr.: 5724791
