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Dialog, Gespräch und Begegnung

Cover von Dialog, Gespräch und Begegnung

eBook - Zur Dialogizität in Paul Celans Gedicht 'Zu beiden Händen', Digitale Originalausgabe (eBook ohne Printausg.)

Wilke, Henriett

GRIN VERLAG

13.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Essay aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin, Veranstaltung: Paul Celan "Die Niemandsrose", Sprache: Deutsch, Abstract: 1.Einleitung1.1Zum Kontext und Werk Die Niemandsrose2.Begriff der Dialogizität und das dialogische Prinzip nach Martin Buber2.1Dialog und Dialogizität2.2Das dialogische Prinzip nach Martin Buber3.Gedichtanalyse Zu beiden Händen3.1Formale Kriterien3.2Inhalt3.3Sprache3.4Dialogstruktur4.Interpretation und Deutungsansätze5.Fazit6.Literaturverzeichnis7.Paul Celan Zu beiden Händen[...] Diese Entwicklung führte bei Celan verstärkt zu dem Gefühl noch immer währender antisemitischer Ressentiments und der damit verbundenen literarischen Ausgrenzung, was sich in einer zunehmenden Geschlossenheit und immer undurchdringlicheren Bildwelt seines lyrischen Werkes niederschlägt und auch ein wesentlicher Grund für seinen Freitod in der Seine war. Dabei suchte Celan genau wie die Gruppe 47 nach einem Umgang mit der Sprache nach dem Holocaust, die durch den ideologischen Missbrauch der Nationalsozialisten eine irreversible Verschiebung der Wortbedeutung durchlebte. Das Überwinden der Sprachlosigkeit nach den traumatischen Ereignissen des II. Weltkriegs steht Theodor W. Adornos These Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch entgegen. Es zeigt, dass Lyrik möglich und im Sinne einer Be- und Verarbeitung absolut notwendig ist, da Literatur das scharfe Messer zur Erfassung historischer Grausamkeiten bedeutet. Bemerkenswert an dieser Stelle ist, dass Celan, der hebräisch, rumänisch, französisch, russisch und englisch sprach, die deutsche Sprache seine Muttersprache und die Sprache der Mörder seiner Eltern wählte, was man im Deutungsansatz so verstehen könnte, dass dies ein Versuch der Verständigung, der Auseinandersetzung mit dem Geschehenen und Erlebten, sozusagen die Suche nach dem Dialog, dem Gespräch ist, um einen Weg zu finden mit der Erfahrung weiterleben zu können. Zudem ist es eine klare Positionierung Celans, denn in deutscher Sprache zu schreiben, habe ein Festhalten an der eigenen kulturellen Identität bedeutet. Das Gedicht dient dabei als kommunikative Instanz, es steht für sich: Das Gedicht ist einsam. Es ist einsam und unterwegs. Wer es schreibt, bleibt ihm mitgegeben. Aber steht das Gedicht nicht gerade dadurch, also schon hier, in der Begegnung im Geheimnis der Begegnung?

Weitere Details

Erschienen: 14.04.2011

Umfang: 17 S., 0.21 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783640892778

Umbreit-Nr.: 6677834

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