William Shakespeares 'Hamlet' - Intertextualitäten in Goethes 'Wilhelm Meister'
Zusatztext
Essay aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Pädagogik - Sonstiges, Note: 2,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Fachbereich Erziehungswissenschaft), Veranstaltung: Literatur und Bildung, Sprache: Deutsch, Abstract: Wilhelm Meister inszeniert "Hamlet". Oder inszeniert Goethe ihn? Dieser Essay beschäftigt sich mit der Frage der Intertextualität in der bildenden Literatur."Wilhelm Meister" macht neugierig auf "Hamlet" und lässt den Leser das Stück mit empfindsamen Augen sehen. Ist das Bildung? Bei seinem Aufenthalt mit den anderen Schauspielern auf dem Schloss des Grafen (3.Buch) bringteine flüchtige Bemerkung Jarnos (3.Buch, 8. Kapitel) Wilhelm Meister Shakespeares Werken näher,und er scheint sie geradezu zu verschlingen (3.Buch, 11 .Kapitel, Wilhelm hatte kaum einige StückeShakespeares gelesen und ist insbesondere fasziniert von Shakespeares Schicksalsbegriff). DasSchicksal ist für Wilhelm Meister eine bedeutungsvolle Größe, die den Menschen leitet: und zu einemZiel treibt. Allerdings sieht Wilhelm Meister im Laufe des fünften Buches ein, dass dasSchicksal nicht immer produktiv erscheint. Er erkennt vielmehr, dass es auch plötzlich undzerstörerisch zuschlagen kann, was etwa der Tod seines Vaters ihm zeigt.Schon zu Beginn des Romans hat Wilhelm sich wiederholt über den Schicksalsbegriff Gedankengemacht und versucht, Ereignisse und Handlungen in seinem Leben mit seinen Ideen hinter denWorten Schicksal oder Bestimmung -insbesondere auf die Bestimmung zur Schauspielereibezogen- zu erklären. Vielfach hat er mit seinen Mitmenschen über diese Gedanken zu diskutierenversucht, jedoch zumeist unbefriedigende Antworten erhalten (etwa im ersten Buch, 17. Kapitel: DerUnbekannte erwidert auf Wilhelms Schicksalsanspielungen: [...]
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Erschienen: 23.04.2009
Umfang: 7 S., 1.96 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783640314690
Umbreit-Nr.: 6465114
