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Der Aulos. Historische Entwicklung und Aufführungstechnik

Cover von Der Aulos. Historische Entwicklung und Aufführungstechnik

eBook

Sauer, Heike

GRIN VERLAG

15.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Musik - Sonstiges, Note: sehr gut, Universität Wien (Institut für Musikwissenschaft), Veranstaltung: Historisch musikwissenschaftliches Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: So heißt das Musikinstrument Aulos, weil die Luft hindurch geht, und alles was, geradlinig ausgestreckt ist, nennen wir Aulos, wie das Stadion und den Blutstrom.
(Athenaios, Deipnosophistai V, 189 b,c) Auf diese Weise erklärt Athenaios (um 200 nach Chr.) in seinem Gelehrtenmahl das Wort Aulos (), und führt anschließend weitere Übersetzungsmöglichkeiten für Aulos oder etymologisch sehr nah verwandte Wörter auf. So seien auch Hof, Abgrund, Höhle und Palast damit bezeichnet worden. Das Wort selbst ist indogermanischer Herkunft; ob die Indogermanen darunter jedoch schon ein Blasinstrument verstanden, oder aber damit einfach eine Röhre oder einen Hohlraum bezeichneten, hat sich bis heute noch nicht klären lassen. Man ist sich nicht einmal sicher, ob in der früheren Instrumentengeschichte Aulos nicht nur als ein übergeordneter Sammelbegriff für Blasinstrumente fungierte.
Der Aulos war ein Instrument, das in der Regel paarig gespielt wurde. Das bedeutet, dass zwei unabhängige Röhren, in einem spitzen Winkel zueinander, gleichzeitig verwendet wurden, und dass der Aulet zwei Mundstücke zugleich bewältigen musste. Daraus geht auch die häufig gebrauchte Pluralform Auloi hervor, die demnach nicht unbedingt mehrere Instrumentalisten voraussetzen muss.
Die Bohrung der Röhren war meist zylindrisch oder nur minimal konisch, wie es dem natürlichen Wachstum von Knochen, Schilfrohren oder Hölzern entspricht. Den ursprünglichen, einfachen Aulos beschreibt der griechische Schriftgelehrte Pollux (2. Hälfte des 2. Jh. nach Chr.) in seinem Namenslexikon derart exakt, dass man sich genaue Vorstellungen von diesem Instrument machen kann (Abbildung 1):
Bombyx (µ) bezeichnet die Röhre, in die die Trypemata (µ), die Grifflöcher, eingearbeitet sind. Zwischen Bombyx und dem Mundstück Zeugos (), das manchmal auch nur durch das Teilstück Glotta (), die sogenannte Zunge, umschrieben wird, sitzen zwei eiförmige Zwischenstücke, Holmos (µ) und Hypholmion (µ).

Weitere Details

Erschienen: 07.12.2007

Umfang: 27 S., 1.52 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638872225

Umbreit-Nr.: 6610594

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