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Die Rolle des Gnaeus Pompeius Magnus in den 50er Jahren

Cover von Die Rolle des Gnaeus Pompeius Magnus in den 50er Jahren

eBook

Zschächner, Evelyn

GRIN VERLAG

12.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Die Republik Rom befand sich in den fünfziger Jahren v. Chr. in einem desolaten Zustand. Bestechung, Intrigen, Straßenkämpfe und Anarchie bestimmten das öffentliche Leben und die Politik. Zweifellos gehört Gnaeus Pompeius Magnus zu den prägenden Persönlichkeiten dieser turbulenten Zeit. In der Literatur wird er auf der einen Seite als ein treusorgender, liebevoller Ehemann beschrieben, der eher hilfsbedürftig, unbeholfen und leicht beeinflussbar zu sein scheint. Um vom Volk bewundert und anerkannt zu werden, ist er bereit, auch von seinen eigentlichen Zielen und Wünschen abzurücken.
 Andererseits ist er für viele Historiker, wie z.B. Mommsen, ein gewissenloser, selbstherrlicher, egoistischer und machtgieriger Mann, dem echte Freundschaft und Zuneigung wenig bedeuten. Beziehungen zu anderen Menschen dienen lediglich der Verwirklichung seines großen Zieles: der erste Bürger im Staat zu sein, der princeps civitatis.
Obwohl sich beide Darstellungen nicht ganz vereinen lassen, besteht zwischen ihnen eine wichtige Parallele: Pompeius" Leben ist grundsätzlich geprägt von dem tiefen, innigen Wunsch, stets der wichtigste, beliebteste und mächtigste Bürger im Staat zu sein.
 Weder eine gänzlich positiv gefärbte, noch eine negativ wertende Einschätzung des Pompeius ist glaubhaft. Vielmehr ist es notwendig, beide Bewertungen zu vereinen, um einen Zugang zu dieser vielschichtigen Persönlichkeit zu bekommen.
 Die Beantwortung folgender zentraler Frage soll das Ziel dieser Arbeit sein: War ein widersprüchlicher Charakter im Rom der fünfziger Jahre notwendig, um politische Karriere zu machen und Ruhm zu erlangen? Die Aufdeckung von Zwiespältigkeiten im Geschehen der fünfziger Jahre ist deshalb notwendig, weil sie den doppeldeutigen Charakter des Pompeius erklären können. War es ihm überhaupt möglich, ohne Hintergedanken zu agieren, oder wäre er sonst untergegangen, wie so viele andere?
Der Hauptteil meiner Arbeit beginnt 59 v. Chr. mit dem Beitritt des Pompeius zum Dreibund. Auf die Verbannung des Cicero wird eingegangen, weil an dieser Episode deutlich wird, wie schwierig es für Pompeius war, sein Ziel zu verfolgen, ohne sich auch auf die Gegebenheiten der Zeit einzustellen. Eine weitere wichtige Etappe, die Erneuerung des Dreibundes, wird dargestellt, weil Pompeius" Absichten auch hier doppeldeutig sind. Abschließend möchte ich kurz skizzieren, wie es Pompeius 52 v. Chr. gelungen ist, der mächtigste Bürger Roms zu werden.

Weitere Details

Erschienen: 02.02.2006

Umfang: 19 S., 0.52 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638464246

Umbreit-Nr.: 6765461

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