Die Oper zwischen Staat und Markt - Eine Betrachtung der Berliner Opernkrise
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,0, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Institut für Kulturmanagement), Veranstaltung: Kulturökonomie und -politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Immer häufiger wird in der Öffentlichkeit über das Problem der Finanzierung vonOpernbetrieben, die hier stellvertretend für alle staatlich subventioniertenKulturbetriebe gesetzt werden (Theater, Orchester, Museen etc.), diskutiert. Die sehrhohen Subventionen für Opernhäuser, die bei der Hamburgischen Staatsoperbeispielsweise ¤ 76.- je Platz und Abend betragen, verleiten viele Politiker inDeutschland dazu, über den (Un-)Sinn der Kultursubventionierung zu lamentieren,gerade in der Zeit knapper öffentlicher Kassen. Sehr zum Unmut der HamburgischenStaatstheater wurde in den Jahren 1998 bis 2001 der Hamburger Kultusetat von1,2% auf 0,9% des Hamburger Landeshaushaltes abgesenkt1, was sich als erstes inder Qualität und im Umfang der Spielpläne niederschlagen dürfte, ohne dass überdie daraus entstehenden Finanzierungsprobleme für die Theater ansatzweisediskutiert wurde. Ebenso mangelt es heute an neuen Finanzierungskonzepten,welche die Hamburger Kulturszene stabilisieren und handlungsfähiger machenkönnte. Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass der Kultusetat von 1950 bis1992 kontinuierlich auf das Niveau von 1,2% angewachsen ist, ausgehend von 0,4%(1950)2. Am offenkundigsten wird das Finanzierungsproblem derzeit in Berlin, aufdas hier später noch genauer eingegangen wird. Immerhin wurde in Berlin durch dierechtliche und finanzielle Neustrukturierung des Berliner PhilharmonischenOrchesters zumindest ein Schritt in eine neue und richtige Richtung getan, indemdas Orchester weithin in eine private Stiftung überführt wurde; ein Schritt aus demman lernen könnte für künftige Umstrukturierungen im kulturellen Bereich. Dass diesjedoch nicht heißen darf, man könne sämtliche Opern, Orchester und Theaterprivatisieren und sich selbst überlassen, muss den verantwortlichen Politikern dabeiebenfalls klar werden, da der Markt allein die Kultur nicht erhalten kann, ebenso wiedie Bildung, das Gesundheitswesen oder die Altersvorsorge nicht rein über denMarkt finanziert werden können. [...]1 Aus: http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/finanzbehoerde/haushalt/haushalt-2002/finanzbericht-2002,property=source.pdf, Stand 04.05. 2003. Insgesamt sind dies ca. 40,2 Mio. ¤ nur für die Staatsoper in 2002.2 Ebd.; mittlerweile hat der neue Senat die Kulturausgaben auf 2,0% des Gesamthaushaltes in 2002 aufgestockt,was umgerechnet 193,6 Mio. ¤ entspricht.
Weitere Details
Erschienen: 18.02.2005
Umfang: 23 S., 0.20 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638351249
Umbreit-Nr.: 6483301
