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Ist die Tugend lehrbar? Die Frage nach der Tugendlehrbarkeit bei Platon

Cover von Ist die Tugend lehrbar? Die Frage nach der Tugendlehrbarkeit bei Platon

eBook

Krämer, Stefanie

GRIN VERLAG

13.99

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Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Essay aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 2, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Philosophische Fakultät I), Veranstaltung: Platon: Protagoras, Sprache: Deutsch, Abstract: Kommt einen der Begriff Tugend in Verbindung mit der Antike zu Ohren, muß manzu aller erst unweigerlich an die vier platonischen Kardinaltugenden denken. Unterdiesen umhüllenden Mantel fallen die überragenden Tugenden der Tapferkeit,Besonnenheit, Klugheit und Gerechtigkeit, die zu einem glücklichen Lebenbefähigen. Die Bezeichnung Kardinaltugend fußt im Lateinischen cardo undbedeutet so viel wie Türangel. Es wird deutlich, daß es sich umRahmenbedingungen, ja Grundtugenden handelt, die unerläßlich für das Anseheneines guten Mannes, eines guten Bürgers durch die Gesellschaft, aber vor allemdurch ihn selbst sind. Aufgrund dessen nehmen die vier Kardinaltugenden für dasgesamte soziale Zusammenleben und um auf den Spuren Platons zu bleiben, auchfür die Gründung einer Polis, eine essentielle Rolle ein. Die Grundtugenden geltendabei für Platon als Garant für die Gesundheit der Seele, indem sie für eine guteLebensführung sorgen. Diesem Weg zu folgen stellt den obersten Bezug allenHandelns dar.Die Gerechtigkeit (dikaiosynê) ist eine von Zeus gegebene Tugend, die durchdie Lebenserfahrung weiter entwickelt und geprägt wird. Sie postuliert eine innereethische und moralische Gesetzgebung des Denkens und Verhaltens, die sichindividuell verfestigt und durch sich selbst zwingend und maßgebend ist. Gerecht giltin der Polis derjenige, der an den in der Gesellschaft anerkannten Sitten undBräuchen sein Handeln ausrichtet und der seinen Pflichten als Bürger und seinemGott gegenüber nachkommt. Nach Platon ist Gerechtigkeit die oberste Tugend, denndiese stellt sich automatisch ein, wenn ein Einklang zwischen den anderen dreiTugenden und den entsprechenden Seelenteilen (thymmoeides = Begierdeteil,epithymêtikon = Mutteil, logistikon = Vernunftteil) herrscht. Dieses harmonischeVerhältnis kann nur dadurch herbeigeführt werden, indem jeder Seelenteilausschließlich seine Funktion und Aufgabe verrichtet, ohne seinen Fokus auf andereDinge zu richten. Geleitet werden dabei alle Seelenteile von der Idee des Guten.Dieses Schema läßt sich ohne weiteres auch auf die Beziehung zwischen denIndividuen und ihrem Kollektiv übertragen, denn für Platon ist der Staat das Abbildder menschlichen Seele. Auch hier muß eine Harmonie zwischen den subjektivenBelangen und dem allgemeinen Wohl hergestellt werden. [...]

Weitere Details

Erschienen: 17.02.2005

Umfang: 15 S., 0.20 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638350983

Umbreit-Nr.: 2962889

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