Die Entwicklung der Kaufkraft vor dem Hintergrund der Veränderung der sozialen Sicherungssysteme
Zusatztext
"Vergessen Sie nicht, dass Sie es zu einem großen Stück selbst in der Hand haben, wie es mit der Wirtschaft in Deutschland weitergeht. Auch Sie ganz persönlich können Konjunkturmotor sein."1 Diesen Appell richtete Bundeskanzler Gerhard Schröder bei seiner diesjährigen Neujahrsansprache an die Bevölkerung Deutschlands. Das die deutsche Konjunktur nur zögerlich anspringt, ist hinlänglich bekannt. Doch ist der Bürger überhaupt befähigt, Konjunkturmotor zu sein? Hat der Arbeitnehmer überhaupt das nötige Konsumpotential aufgrund seiner Abgabenlast und den Abzügen von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen in seiner Lohnabrechnung? In einer Zeit, in der viele politische Schlagworte durch die Medienlandschaft geistern, die Bürger verunsichert sind und den politisch aktivierten Umwälzungsprozess zumeist negativ bewerten, steht die BRD an einem entscheidenden Wendepunkt in der noch jungen Geschichte der sozialen Marktwirtschaft. Bedroht ist vor allem aber auch der Lebensstandard des Einzelnen und das soziale System insgesamt. Die Kaufkraft der Konsumenten wird sich aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Umbaus der sozialen Sicherungssysteme ändern. Zu untersuchen ist, wie intensiv diese Änderung vonstatten geht und welche Bevölkerungsgruppen stärker und welche schwächer betroffen sind. Mögliche zukünftige Einflüsse der veränderten sozialen Sicherung auf die Kaufkraft sind ebenfalls in die Betrachtung mitein zu beziehen. Es können nur Annahmen gemacht werden, da die Reformprozesse noch nicht abgeschlossen sind und unterschiedliche qualitative und quantitative Faktoren eine Rolle spielen. Die Arbeit soll aus dem betriebswirtschaftlichen Blickwinkel heraus argumentieren, aber die volkswirtschaftliche Dimension des Themas nicht außen vorlassen. Es werden nur drei der fünf Säulen der Sozialversicherung näher untersucht. Da ein Großteil der Reformkonzepte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die Arbeitslosenversicherung (ALV) und die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) bzw. die Altersvorsorge betreffen, soll anhand von diesen der Einfluss auf die Kaufkraft dargestellt werden.
Weitere Details
Erschienen: 04.11.2004
Umfang: 61 S., 1.72 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638322119
Umbreit-Nr.: 6488903
